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25.11.2014

12:33 Uhr

Neue Richtlinien bei Visa

Russland speichert künftig Fingerabdrücke

Russland wird ab dem 10. Dezember die Fingerabdrücke von einreisenden Ausländern speichern. Das Land wolle damit die illegale Einwanderung etwa aus früheren Sowjet-Republiken verhindern, heißt es aus dem Kreml.

Hat den Erlass zu den neuen Visa-Regeln schon unterschrieben: Wladimir Putin. dpa

Hat den Erlass zu den neuen Visa-Regeln schon unterschrieben: Wladimir Putin.

MoskauRusslandreisende müssen vom 10. Dezember 2014 an beim Beantragen eines Visums ihre Fingerabdrücke digital speichern lassen. Präsident Wladimir Putin habe einen entsprechenden Ukas unterschrieben, teilte der Kreml am Dienstag in Moskau mit.

Die Strafmaßnahmen der USA gegen Russland

Visa und Konten

Die USA haben Visa-Beschränkungen und Kontosperrungen gegen eine ganze Reihe von Personen im Umfeld des russischen Regierung verhängt. Nun wurden dieser Liste sieben weitere Personen hinzugefügt, darunter den Chef des Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin. Auf der Liste finden sich auch Politiker und Militärangehörige, die im Zusammenhang mit der Krim-Krise gesehen werden.

Banken und Firmen

Gegen die St. Petersburger Bank Rossija wurden von den USA ebenfalls Maßnahmen beschlossen. Indirekt ist zudem die russische Bank SMP betroffen, deren Miteigentümer Boris und Arkadi Rotenberg auf der Sanktionsliste stehen. Dazu kommen nun 17 Firmen, die laut US-Regierung Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin haben.

Exporte

Zusätzlich gibt es Beschränkungen bei Exporten von Hochtechnologie-Produkten, wenn diese vom russischen Militär verwendet werden können. Eine nächste Stufe könnten laut US-Präsidialamt Schlüsselbranchen der russischen Wirtschaft treffen, falls Russland in der Ukraine weiter militärisch intervenieren sollte.

Damit reagiere Russland auch auf ähnliche Regeln in der EU und den USA, hieß es. Zudem wolle die Führung in Moskau mit dem Archivieren biometrischer Daten die illegale Einwanderung etwa aus früheren Sowjetrepubliken verhindern. Kritiker hatten sich gegen die vom Innenministerium ausgearbeiteten Pläne ausgesprochen. Sie befürchten einen Missbrauch der persönlichen Daten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Paul Mueller

25.11.2014, 16:15 Uhr

"...illegale Einwanderung etwa aus früheren Sowjetrepubliken..."
Hoppala? Wie jetzt? In deutschen Medien wird doch sonst immer berichtet wie schlecht es in Russland ist. Und nun das ...

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