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19.10.2013

09:52 Uhr

Neue Schulden

USA stehen jetzt mit 17 Billionen Dollar in der Kreide

Kaum hat der amerikanische Kongress die Obergrenze für neue Schulden aufgehoben, borgt sich die Obama wieder Geld: Auf 17,03 Billionen Dollar stieg der neue Schuldenstand laut Angaben des US-Finanzministeriums.

Die USA sind wieder flüssig: Nachdem die Schuldenobergrenze angehoben wurde, lieh sich die Regierung mehr Geld. dpa

Die USA sind wieder flüssig: Nachdem die Schuldenobergrenze angehoben wurde, lieh sich die Regierung mehr Geld.

WashingtonNach der Erhöhung der Schuldenobergrenze durch den Kongress hat sich die US-Regierung umgehend neues Geld geliehen. Aus Daten des Finanzministeriums in Washington ging am Freitag hervor, dass der Schuldenstand von 16,7 Billionen Dollar auf 17,03 Billionen Dollar gestiegen sei. Zuvor hing die rote Zahl monatelang offiziell genau an der gesetzlichen Schuldengrenze von knapp 16,7 Billionen Dollar fest.

Der große Sprung über die nächste Billionenmarke erfolgte, nachdem der Kongress am Mittwoch (Ortszeit) kurz vor einem drohenden Staatsbankrott das Kreditlimit vorerst ausgesetzt hatte. Bis zum 7. Februar kommenden Jahres dürfen sich die USA damit zunächst wieder Geld borgen.

Ohne rechtzeitige Aufhebung der Schuldengrenze hätte das Land an einem gewissen Punkt den Finanzkollaps erlitten. Es konnte seit Erreichen der Schuldengrenze im Mai nur deshalb seine Rechnungen begleichen, weil sich noch Geld aus den anderen Staatskassen wie etwa den Währungsreserven umschichten ließ.

Die von Demokraten und Republikanern im Senat ausgehandelte Einigung beendete auch den mehr als zwei Wochen andauernden Stillstand von Teilen der Bundesverwaltung. Hunderttausende Staatsbedienstete waren beim ersten „Government Shutdown“ seit Mitte der 1990er Jahre in den Zwangsurlaub geschickt worden, Nationalparks und Museen mussten geschlossen bleiben. Ein Übergangshaushalt stellt nun bis zum 15. Januar die Finanzierung der Regierungsgeschäfte sicher.

In der Zwischenzeit soll eine mit fast 30 Abgeordneten beider Parteien besetzte Kommission bis zum 13. Dezember einen Kompromiss für ein längerfristiges Budget finden.

Dabei sollen die tiefen Gräben zwischen Demokraten und Republikanern bei der Kürzung der Staatsausgaben und Steuererhöhungen für Topverdiener überwunden werden.

Der Nachrichtensender CNN berichtete, dass die Kommission in der Woche ab 28. Oktober das erste Mal zusammentreten werde. Ein ähnliches Gremium scheiterte allerdings im Herbst 2011 an der Aufgabe, einen parteiübergreifenden Plan zur Haushaltssanierung zu entwickeln.

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