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03.06.2015

16:14 Uhr

Neue Theorie aus Russland

Ukrainischer Kampfjet soll MH17 abgeschossen haben

Noch immer ist unklar, was die Passagiermaschine MH17 vor einem Jahr über der Ostukraine zum Absturz brachte. Die russische Ermittlungsbehörde bringt nun noch eine neue Version ins Spiel.

Vor einem Jahr stürzte das Passagier-Flugzeug MH17 über der Ostukraine ab. Alle 298 Insassen kamen ums Leben, die Umstände sind nach wie vor ungeklärt. dpa

MH17-Absturz

Vor einem Jahr stürzte das Passagier-Flugzeug MH17 über der Ostukraine ab. Alle 298 Insassen kamen ums Leben, die Umstände sind nach wie vor ungeklärt.

MoskauAngesichts zunehmender Spekulationen um den Abschuss der Passagiermaschine MH17 im Kriegsgebiet Donbass vor fast einem Jahr hat Russland den Namen eines mutmaßlichen Zeugen veröffentlicht. Der ehemalige ukrainische Militärangehörige Jewgen Agapow habe bei einem Lügendetektortest frühere Aussagen bekräftigt, dass die Maschine mit fast 300 Menschen an Bord von einem Kampfjet des Typs Suchoi SU-25 abgeschossen worden sei. Das teilte die nationale Ermittlungsbehörde am Mittwoch in Moskau mit.

Der 22 Jahre alte Agapow hatte zudem den Namen des ukrainischen Kampfpiloten genannt, der die Maschine am 17. Juli abgeschossen haben soll. Es würden aber auch andere Versionen geprüft, sagte Behördensprecher Wladimir Markin. Er reagierte damit auf Äußerungen russischer Rüstungshersteller, die am Vortag wiederum den Verdacht untermauert hatten, die MH17 sei von einer Rakete des bodengestützten Luftabwehrsystems Buk abgeschossen worden.

Bei dem Absturz der malaysischen Boeing waren am 17. Juli 2014 alle 298 Insassen ums Leben gekommen. Die offiziellen Untersuchungen laufen in den Niederlanden, weil die meisten Opfer aus dem EU-Land stammten. Die Ukraine wirft den prorussischen Separatisten vor, die Maschine mit einer Buk-Rakete abgeschossen zu haben.

Das Raketensystem „Buk“

Was bedeutet der Name „Buk“?

„Todesfinger“ nennen Militärexperten die Raketen des russischen Flugabwehrsystems „Buk“ (deutsch: „Buche“), die von der Abschussrampe steil in die Luft abstehen. Das Kriegsgerät mit der Nato-Bezeichnung „Gadfly“ (Stechfliege) gilt als moderne Waffe mit hoher Reichweite und leistungsfähiger Elektronik.

Wer hat das System?

Neben Russland verfügen die Armeen vieler Ex-Sowjetrepubliken wie etwa die Ukraine über „Buk“-Batterien. Aber auch Waffenkunden und Verbündete Moskaus wie Syrien und Venezuela besitzen das System.

Wie weit kommen die Raketen?

Eine „Buk-M1“-Batterie besteht aus je einem Radar- und Kommandofahrzeug sowie vier Startfahrzeugen mit je vier Raketen. Binnen fünf Minuten kann das System in Kampfbereitschaft versetzt werden. Nach der Zielerfassung per Radar dauert es keine halbe Minute, bis die Rakete die Rampe verlässt. Der Gefechtskopf besitzt einen Zerstörungsradius von rund 20 Metern.

Wie lange braucht das System?

Eine „Buk-M1“-Batterie besteht aus je einem Radar- und Kommandofahrzeug sowie vier Startfahrzeugen mit je vier Raketen. Binnen fünf Minuten kann das System in Kampfbereitschaft versetzt werden. Nach der Zielerfassung per Radar dauert es keine halbe Minute, bis die Rakete die Rampe verlässt. Der Gefechtskopf besitzt einen Zerstörungsradius von rund 20 Metern.

Wie schwierig ist die Bedienung?

Im Kampf wird „Buk“ vor allem zur Abwehr von Jagdflugzeugen, Hubschraubern und Marschflugkörpern eingesetzt. Die Bedienung des Systems gilt als schwierig. Eine sechsmonatige intensive Ausbildung gilt als Minimum, um das Kriegsgerät zu beherrschen. Hersteller ist der Moskauer Rüstungskonzern Almas-Antej.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Herr Fred Meisenkaiser

03.06.2015, 17:01 Uhr

Dies ist doch schon seit einem Jahr bekannt. Die Spuren an den Wrackteilen lassen keinen anderen Schluss zu. Deshalb sind doch auch die Towermitschmitte des Kiewer Flughafens "verschwunden" worden.
Ein und Austrittsöffungen an den Wrackteilen sowie über diese große Fläche verstreuten Trümmerteile führen zu dieser Erkenntnis!
Einfach mal Tante google befragen!

G. Nampf

03.06.2015, 17:30 Uhr

"Neue Theorie aus Russland- Ukrainischer Kampfjet soll MH17 abgeschossen haben"

Gäääääääähn!

Natürlich, wenn man eine Geldbörse geklaut hat, zeigt man auf jemanden anderen und ruft "Haltet den Dieb!".

Die russische Propaganda-Mschine hatte ich für einfallsreicher gehalten.

Und jetzt Ihr lieben Russen-Trolle: Ärgert Euch schön über meinen Kommentar und tobt Euch hier aus.... :-)

Herr Julius Ceasen

03.06.2015, 18:05 Uhr

Ja, für Laien ohne jedwede Kenntnis ist das Glas klar. Das kann nur die Wahrheit sein...

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