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14.07.2013

18:25 Uhr

Neue Vorwürfe im Spendenskandal

Spaniens Opposition fordert Rajoys Rücktritt

Spaniens Opposition bezichtigt den Premier der Lüge und fordert seinen Rücktritt. Neue Enthüllungen im Korruptionsskandal legen den Verdacht nahe, dass Rajoy illegale Parteispenden gebilligt hat.

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy soll illegale Praktiken seiner Partei gebilligt haben. Reuters

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy soll illegale Praktiken seiner Partei gebilligt haben.

MadridSpaniens konservativer Ministerpräsident Mariano Rajoy gerät nach weiteren Enthüllungen in der Korruptionsaffäre seiner Partei zunehmend unter Druck: Angesichts der „unhaltbaren“ politischen Situation in Spanien sehe sich seine Partei gezwungen, den sofortigen Rücktritt des Regierungschefs zu verlangen, sagte der Vorsitzende der oppositionellen Sozialisten, Alfredo Pérez Rubalcaba, am Sonntag in Madrid. Er bezichtigte Rajoy der Lüge und der Mitwisserschaft.

Zuvor hatte die Zeitung „El Mundo“ SMS-Nachrichten veröffentlicht, die nach Einschätzung der Sozialisten beweisen, dass zwischen Rajoy und dem inzwischen inhaftierten Ex-Schatzmeister der konservativen Volkspartei (PP), Luis Bárcenas, Einverständnis über die illegalen Praktiken geherrscht habe. Der Zeitung zufolge zeigen die Kurznachrichten, dass Rajoy dauerhaft und direkt Kontakt mit Bárcenas hatte und diesen gebeten habe, die Existenz der geheimen Buchhaltung und die Zahlungen abzustreiten.

Ex-Schatzmeister: Illegale Spenden in Spaniens Regierungspartei

Ex-Schatzmeister

Illegale Spenden in Spaniens Regierungspartei

Schwere Vorwürfe gegen die Partei von Spaniens Ministerpräsident Rajoy: Die konservative PP soll illegal Spenden kassiert haben. Der inhaftierte frühere Schatzmeister droht, die Regierung zu stürzen.

Bei den Skandal geht es um eine mögliche Schwarzgeldkasse der PP. Laut einem Bericht der spanischen Zeitung „El Mundo“ hatte die konservative Volkspartei über zwanzig Jahre Spenden von Unternehmern vornehmlich aus der Baubranche an Parteifunktionäre ausgezahlt. Auch Rajoy soll Medienberichten zufolge davon profitiert haben. Der Politiker streitet dies ab. Die Opposition hatte bereits nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Januar den Rücktritt des Regierungschefs gefordert.

Von

afp

Kommentare (4)

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Augias

14.07.2013, 19:10 Uhr

Spanien, Portugal, Griechenland, alles unstete Kantonisten, die schon längst aus dem Euro gejagd werden mussten. Mit solchen "Partnern" ist kein Staat zu machen; im Gegenteil, sie reißen alle anderen auch noch runter in ihr Geflecht aus Maßlosigkeit, Unfähigkeit, Korruption und Verkommenheit. Hoffentlich werden wir sie bald los!

Wunderer

14.07.2013, 19:15 Uhr

Dann wundere man sich aber nicht dass das Spanischer Volk sich nicht mehr an die bessere Entwicklung für Spanien beteiligt.
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Oh, keine Sorge, bei einem Staat wie Spanien wundert uns bald gar nichts mehr!

Account gelöscht!

14.07.2013, 20:13 Uhr

Eigentlich müsste er zurücktreten.Eigentlich-Aber er weiß nur zu gut-gibt er seine Macht aus der Hand-ist er reif für die Justiz-dann geht´s ihm wie Berlusconi.
Außerdem wird er von Draghi und Merkel gestützt,die vor der BT-Wahl keine Unruhe wünschen.

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