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02.05.2013

01:05 Uhr

Neuer Regierungschef

Italien erhält im Kampf um Wachstum „flexible“ Unterstützung

Die EU will Italien dabei unterstützen, die wirtschaftliche Abwärtsspirale zu stoppen. Enrico Letta hat in Brüssel erklärt, wie er die Wirtschaft ankurbeln will – und stößt bei der EU offenbar auf viel Vertrauen.

Italiens neuer Premier Enrico Letta und EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy vor ihrem Meeting in Brüssel. Reuters

Italiens neuer Premier Enrico Letta und EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy vor ihrem Meeting in Brüssel.

BrüsselDie Europäische Union (EU) hat dem neuen italienischen Regierungschef Enrico Letta ihre Unterstützung zugesagt. Nach einem Treffen mit Letta in Brüssel erklärte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Mittwoch, die EU trage die Bemühungen Italiens für mehr Wachstum mit.

Allerdings müssten auch die öffentlichen Finanzen in Ordnung gebracht werden, betonte Van Rompuy. „Der Regierungschef hat mich über die wichtigsten Elemente seines Programmes informiert, vor allem über die Maßnahmen, die er zur Belebung der Wirtschaft ergreifen will“, erklärte der EU-Ratspräsident.

Zuvor hatte Letta von der EU gefordert, Staaten mehr Zeit für den Defizitabbau zu geben, und angekündigt, Italien werde „Handlungsspielraum“ suchen. EU-Gipfelchef Van Rompuy sagte nach dem Treffen: „Ich habe betont, dass die EU weiter an der Seite Italiens stehen wird, (..) um die Wirtschaftskrise zu überwinden und Wachstum und Jobs zu schaffen, wobei wir die existierende Flexibilität voll nutzen wollen.“

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Er ist zwar erst 46 Jahre alt und für italienische Verhältnisse ein Nachwuchspolitiker - doch tatsächlich blickt Enrico Letta auf eine lange Karriere zurück. Diese Erfahrung wird er an Italiens Regierungsspitze brauchen.

Letta war am Sonntag als neuer Regierungschef Italiens vereidigt worden und befindet sich derzeit auf Europareise. Am Mittwoch hatte er sich bereits mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande getroffen. Am Dienstag sicherte er bei seinem Antrittsbesuch in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Fortsetzung der Konsolidierungspolitik zu.

Van Rompuy lobte Letta für seinen pro-europäischen Kurs und den schnellen Antrittsbesuch in Brüssel. Zudem sagte er zu, die geplante Bankenunion in Europa weiter voranzutreiben - dies war ebenfalls eine Forderung Lettas.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

02.05.2013, 01:43 Uhr

Typisch Europa: jedem wird alles versprochen (was er hören will) und was wirklich getan wird, wird in Hinterzimmern oder vom Zufall entschieden. Demokratie als Truman-Show...

Querschlaeger

02.05.2013, 02:32 Uhr

"Die EU will Italien unterstuetzen".
Der EU steht das Wasser zum Hals, aber die Geldschleuse wird weiter fuer die PFIGS geoeffnet. Diejenigen die schlecht gewirtschaftet haben werden noch durch Subventionen unterstuetzt. Aber das ist reiner Sozialismus.
Wuerde Kanada den USA finanzielle Hilfe zusagen? Oder USA an Mexiko? Diese Laender gehoeren alle zum North American Free Trade Buendnis, aber den anderen finanzielle Unterstuetzung geben ist ausgeschlossen.
Die Deutschen MUESSEN an den EU Sozialismus glauben, sonst wird der EU Sozialismus in Reparationszahlungen umbenannt, wie wir es schon bei den Griechen erleben.

Euroklopapier

02.05.2013, 06:18 Uhr

Noch mehr Schulden machen!!!! Die zwei Billionen sind noch zu wenig. Erst ab einer Billiarde wird man etwas weniger verschwenden. Die Wurstsemmel wird aber dann statt € 1.- vielleicht sogar € 1.000.- kosten. Dann kannst du dir mit dem Euro das Scheißhaus tapezieren!!!!

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