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30.08.2013

18:10 Uhr

Neuer Streitfall

Nordkorea verweigert US-Sondergesandtem die Einreise

Eigentlich wollte der US-Sondergesandte Bob King in Nordkorea um Gnade für den verurteilten Amerikaner Kenneth Bae bitten. Doch dazu kam es nicht. Nordkorea verweigerte King die Einreise. Die USA fordern eine Erklärung.

Der US-Sondergesandte Bob King darf nicht nach Nordkorea einreisen. ap

Der US-Sondergesandte Bob King darf nicht nach Nordkorea einreisen.

WashingtonNordkorea hat einem ranghohen US-Gesandten die Einreise verweigert. Bob King, der Sondergesandte Washingtons für Menschenrechte in Nordkorea, hätte am Freitag auf Einladung Pjöngjangs von Tokio aus in die nordkoreanische Hauptstadt reisen sollen, um die Regierung dort um Gnade für den zu 15 Jahren Strafarbeit verurteilten Amerikaner Kenneth Bae zu bitten.

Die USA seien „überrascht und enttäuscht von der Entscheidung Nordkoreas“ und hätten eine Erklärung gefordert, warum King nun doch die Einreise verweigert wurde, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf. Zudem sei die Regierung in Washington sehr besorgt über den Gesundheitszustand Baes. Nach Angaben seiner Familie wurde der 45-Jährige kürzlich auf eine Krankenstation verlegt, weil er mehr als 20 Kilogramm abgenommen hatte.

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Der Gesandte King sollte am Samstag von Tokio aus wieder nach Washington zurückfliegen. Die Absage aus Pjöngjang ist ein neuer Rückschlag in den angespannten Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea. Die Reise Kings wäre der erste öffentliche Besuch eines US-Regierungsvertreters in Nordkorea seit mehr als zwei Jahren gewesen.

Bae war in Nordkorea als Reiseveranstalter und christlicher Missionar tätig gewesen. Im vergangenen November wurde er wegen umstürzlerischer Aktivitäten festgenommen und im Mai zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. In Briefen an seine Familie in Seattle hatte er berichtet, dass er Feldarbeit verrichten musste. Die USA haben Nordkorea aufgerufen, Bae aus humanitären Gründen zu begnadigen.

Von

ap

Kommentare (1)

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Roland

30.08.2013, 20:13 Uhr

Es könnte mit der Räuberpistole eines südkoreanischen Boulevard-Blattes zusammenhängen, das Kim Yong Un die angebliche Erschießung einer vermutet ehemaligen Freundin anhängen wollte. Wir werden sehen.

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