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16.04.2012

23:47 Uhr

Neuer Weltbankpräsident

Kim will Weltbank an sich verändernde Welt anpassen

Jim Yong Kim ist zum neuen Präsidenten der Weltbank gewählt worden. In seiner ersten Wortmeldung nach der Wahl zeigte sich der US-Mediziner erfreut und verkündete seine Pläne für die Zukunft der Weltbank.

Die gute Nachricht erreichte Jim Yong Kim während eines Aufenthaltes in Lima, Peru dapd

Die gute Nachricht erreichte Jim Yong Kim während eines Aufenthaltes in Lima, Peru

WashingtonErwartungsgemäß ist der amerikanische Mediziner Jim Yong Kim zum neuen Präsidenten der Weltbank gewählt worden. Der 25-köpfige Exekutivrat der Institution stimmte am Montag für Kim, der damit im Juli die Nachfolge von Robert Zoellick antritt. Mit der Wahl Kims behalten die USA die Kontrolle über die Leitung der Weltbank, die traditionell immer von einem Amerikaner geführt wurde.

Die Entwicklungsländer hatten mit der nigerianischen Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala und dem früherem kolumbianischen Finanzminister José Antonio Ocampo zwei Gegenkandidaten aufgestellt. Ocampo hatte sich aber bereits vergangene Woche aus dem Rennen um den Posten zurückgezogen. Beide hatten gefordert, dass die Vorherrschaft der USA in der Weltbank zugunsten der Entwicklungsländer gebrochen werden sollte.

Vor der Abstimmung hatte auch der südafrikanische Finanzminister Pravin Gordhan weitere Reformen innerhalb der Weltbank und des IWF gefordert. Mittlerweile fielen zwar Entscheidungen über die Kandidaten für die Führung der beiden Institutionen nicht mehr in europäischen und amerikanischen Hinterzimmern, aber er sei besorgt, dass die etablierten Mächte weiterhin das letzte Wort hätten, sagte Gordhan am Montag.

Der US-Akademiker Jim Yong Kim hat sich erfreut über seine Wahl zum neuen Weltbankchef gezeigt. „Ich freue mich, Robert Zoellick nachzufolgen», hieß es in einer am Montag von der Weltbank verbreiteten Erklärung Kims. Den Mitgliedstaaten der Bank dankte er für die „große Unterstützung“, die er erhalten habe. Kim lobte zudem die beiden unterlegenen Kandidaten, die nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala und Kolumbiens Ex-Finanzminister José Antonio Ocampo. Er werde deren Erfahrungen in die Arbeit der kommenden Jahre einfließen lassen, erklärte er.

Kommentare (1)

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Kea

17.04.2012, 03:30 Uhr

Der Arzt könnte die Zecken gegen Mäuse impfen. Sonst schlüge ich einen Volkswirt vor!

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