Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.05.2012

10:53 Uhr

Neues Massaker in Syrien

13 Männer gefesselt und erschossen

Tote Deserteure oder unschuldige Mordopfer von Regierungstruppen? Wieder sind in Syrien Menschen ermordet worden. Ein Aktivistenvideo zeigt die Leichen von 13 Männern, die gefesselt und erschossen wurden.

Syrien: "Eine militärische Intervention ist nicht ausgeschlossen"

Video: Syrien: "Eine militärische Intervention ist nicht ausgeschlossen"

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Damaskus/IstanbulUngeachtet neuer diplomatischer Zwangsmaßnahmen werden in Syrien weiter Menschen ermordet. Aktivisten berichteten am Mittwoch von einem Massaker in der Provinz Deir as-Saur. Sie veröffentlichten ein Video, das die Leichen von 13 Männern zeigt. Ihre Hände waren hinter dem Rücken zusammengebunden. Alle 13 Männer wurden offensichtlich aus geringer Distanz erschossen.

Der Tathergang und die Motive der Mörder blieben unklar. In einigen Berichten aus Oppositionskreisen hieß es, bei den Toten handele es sich um Deserteure in Zivil, die von Regierungstruppen erschossen worden seien. In anderen Berichten wurde behauptet, die Mordopfer seien Arbeiter der Ölgesellschaft Al-Furat. Sie seien von Regierungstruppen getötet worden, weil sie sich einem Proteststreik gegen das Massaker in Al-Hula am Freitag vergangener Woche angeschlossen hätten.

Die regimetreue syrische Tageszeitung „Al-Watan“ (Mittwoch) schrieb, am vergangenen Samstag seien in Deir as-Saur 39 Arbeiter und Ingenieure der Ölgesellschaft verschleppt worden. Am Montag hätten die gleichen Entführer dann noch einen weiteren Arbeiter in ihre Gewalt gebracht. Ihnen gehe es vermutlich um Lösegeld. Über einen Vermittler seien Verhandlungen über die Freilassung der Entführten im Gange.

Mehr als 110 Tote: Massaker in Syrien weltweit verurteilt

Mehr als 110 Tote

Massaker in Syrien weltweit verurteilt

Kofi Annan zeigte sich schockiert von dem Massaker und reiste am Montag nach Damaskus.

Am Dienstag hatten aus Protest gegen die gravierenden Menschenrechtsverletzungen zehn Staaten, darunter Deutschland, syrische Diplomaten ausgewiesen. Nach Angaben von Aktivisten wurden am gleichen Tag landesweit 72 Menschen von den Truppen des Regimes getötet. Am Mittwoch zählten sie bis zum Vormittag neun Todesopfer. Aus der Ortschaft Duma im Umland von Damaskus meldete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Regimegegnern.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.05.2012, 17:13 Uhr

Es kann sich dabei auch um Soldaten handeln welche von den islamistischen Terroristen ermordet wurden. Aus Afghanistan wissen wir, dass die Islamisten mit ihren Gegnern keineswegs zimperlich verfahren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×