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14.03.2006

08:56 Uhr

Neues Umfragetief

Nur Nixon war unbeliebter als Bush

US-Präsident George W. Bush wird angesichts des Chaos im Irak im eigenen Land immer unbeliebter. Nur noch eine Minderheit glaubt, dass der Krieg im Nahen Osten gewonnen werden kann.

HB WASHINGTON. US-Präsident George W. Bush hat vor dem dritten Jahrestag des Irak-Krieges ein neues Umfragetief erreicht. Danach sind nur noch 36 Prozent der US-Bürger mit der Amtsführung ihres Präsidenten zufrieden, während sechs von zehn Amerikanern Bush schlechte Noten ausstellen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup hervor.

Danach glauben nur noch etwas mehr als zwei von zehn US-Bürgern mit Sicherheit daran, dass die USA den Krieg im Irak gewinnen werden. Vor zwei Jahren waren es noch knapp acht von zehn Befragten. 57 Prozent aller US-Bürger halten den Irak-Krieg inzwischen für einen Fehler. Knapp sieben von zehn Amerikanern bezweifeln, dass der Präsident einen klaren Plan im Irak verfolgt.

Angesichts der sinkenden Beliebtheitswerte startete Bush am gleichen Tag eine erneute Öffentlichkeitskampagne zur Verteidigung des US-Einsatzes im Irak. „Wir werden unsere Nerven nicht verlieren“, sagte er in einer ersten von mehreren geplanten Reden über seine Irak-Politik. Bush will mit den Auftritten die US-Bürger davon überzeugen, dass er eine Strategie zur siegreichen Beendigung des Einsatzes verfolgt.

Bush hatte im November vergangenen Jahres mit 37 Prozent die bislang geringste Zustimmung erhalten. Außer Bush hatte nur der frühere US-Präsident Richard Nixon derart schlechte Umfragewerte in der zweiten Amtszeit.

Bushs Umfragewerte haben durch den Irak-Krieg, die schleppende Hilfe nach dem Hurrikan „Katrina“, die Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin, den Lobbyisten-Skandal sowie Korruptionsskandale von Mitgliedern seiner Republikanischen Partei gelitten.

Die Umfrage wurde vom US-Nachrichtensender CNN und der Tageszeitung „USA Today“ in Auftrag gegeben. Es wurden vom 10. bis 12. März 1001 Bürger befragt. Die Fehlerquote liegt bei plus/minus drei Prozent.

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