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07.07.2011

21:25 Uhr

Neues Ziel der Märkte

Italiens Wirtschaftsminister warnt vor Schuldenkatastrophe

Italiens Wirtschaftsminister Giulio Tremonti mahnt das hoch verschuldete Land, es müsse wie geplant in drei Jahren ohne neue Schulden auskommen. Sonst werde es eine Katastrophe geben.

Laut Italiens Wirtschaftsminister Giulio Tremonti (links) droht dem Land eine schwere Krise, wenn das Budget bis 2014 nicht ausgeglichen ist. Quelle: dapd

Laut Italiens Wirtschaftsminister Giulio Tremonti (links) droht dem Land eine schwere Krise, wenn das Budget bis 2014 nicht ausgeglichen ist.

RomItalien droht nach den Worten von Wirtschaftsminister Giulio Tremonti eine schwere Krise, falls das hoch verschuldete Land nicht wie geplant in drei Jahren ohne neue Schulden auskommt. Wenn das Budget bis 2014 nicht ausgeglichen sei, werde es eine Katastrophe geben, warnte Tremonti am Donnerstag. Tremonti hatte erst am Mittwoch seine Pläne für ein Sparpaket bekanntgegeben, dass in den kommenden drei Jahren insgesamt 40 Milliarden Euro einsparen soll.

Die von Anlegern geforderten Gefahrenzuschläge für italienische Staatsanleihen kletterten am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro. Die Investoren fürchten angesichts der dramatischen Situation in Griechenland, dass die Schuldenkrise auch Italien erfassen könnte. Sie sorgen sich vor allem, dass Streitereien in der Koalitionsregierung tiefgreifende Reformen zur Stimulierung des lahmen Wachstums vereiteln. Das Land schiebt einen Schuldenberg von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung vor sich her.

 

Von

rtr

Kommentare (13)

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Gutmensch

07.07.2011, 22:03 Uhr

Auch Italien werden wir locker rauspauken aus dem Würgegriff der angloamerikanischen Ratingagenturen. Wie alle anderen Freunde unserer schönen EU.

Nigromontan

07.07.2011, 22:34 Uhr

Na, so langsam macht sich aber wieder ein Gefühl breit, das man am besten mit mulmig umschreibt. Sitz da etwas sehr nah im Busche oder rauschen nur die Abendwinde?

husky1501

08.07.2011, 00:07 Uhr

Mit jedem Tag kommen wir dem finalen Crash ein gutes Stück näher. Ich habe die große Befürchtung, dass es zum Schluss nicht nur große ökonomische Verwerfungen innerhalb der Eurozone geben wird, sondern genau das eintritt, wovor der EURO eigentlich bewahren sollte: Kriegerische Auseinandersetzungen auf dem europäischen Kontinent. Und wofür? Für Papier das den Aufdruck nicht mehr wert ist! Einziger Ausweg: Deutschland tritt aus der Eurozone aus. Der Rettungswahnsinn hingegen wird uns alle ins Verderben führen. Die PolitikerInnen die für den ESM stimmen wollen, sollten sich das gut überlegen, denn das Volk wird eines Tages über sie richten.

Können wir noch etws tun den Wahnsinn zu stoppen? Wenig. Aber das Wenige sollte von allen genutzt werden, denen die Zukunft ihres Landes und ihrer Kinder am Herzen liegt.


https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18123

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