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19.05.2012

10:43 Uhr

Neuwahlen

Griechisches Parlament offiziell aufgelöst

Gerade erst eingeschworen, schon wieder entlassen: Präsident Papoulias hat das Parlament in Athen am Samstagvormittag offiziell aufgelöst. Es war erst am Donnerstag vereidigt worden. Jetzt beginnt erneut der Wahlkampf.

Das am kürzesten regierende Parlament in Griechenland: Am Donnerstag wurden die Abgeordneten eingeschworen, heute soll das Parlament wieder aufgelöst werden. dpa

Das am kürzesten regierende Parlament in Griechenland: Am Donnerstag wurden die Abgeordneten eingeschworen, heute soll das Parlament wieder aufgelöst werden.

AthenÜberschattet von den Reaktionen auf den angeblichen Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel für ein Referendum zum Euroverbleib Griechenlands ist am Samstagvormittag das Parlament in Athen aufgelöst worden. Staatspräsident Karolos Papoulias unterzeichnete am Morgen ein entsprechendes Dekret. Dann beginnt offiziell auch der Wahlkampf für die Neuwahlen am 17. Juni. Erst am Donnerstag waren die Abgeordneten eingeschworen worden.

Am Vorabend hatten Informationen aus dem Büro des griechischen Interims-Ministerpräsidenten Panagiotis Pikrammenos, Merkel habe dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias die Idee einer Volksbefragung zum Thema Euro unterbreitet, zu scharfen Reaktionen in Athen geführt. Alle Parteien - von der Schwesterpartei der CDU Nea Dimokratia bis hin zu den Kommunisten - verurteilten eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes. Berlin hatte allerdings diese Information entschieden dementiert.

Griechenland: Parlament soll am Samstag aufgelöst werden

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Die konservative Zeitung „Eleftheros Typos“ titelte: „Noch nie dagewesene politische Intervention untergräbt das politische Klima.“ Die Parteizeitung der Linksradikalen „Avgi“ schrieb: „Grobe Erpressung - Nein dem Ultimatum Merkels.“ Ein Kommentator des griechischen Radios fragte sich: „Wer lügt?“

Die erst vor zwölf Tagen gewählte Volksversammlung musste am Freitag zunächst formell ein Präsidium und andere Gremien wählen, um gemäß der Verfassung aufgelöst werden zu können. Es sei das kurzlebigste Parlament seit dem Zweiten Weltkrieg in Griechenland, berichteten griechische Medien.

Von

dpa

Kommentare (4)

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12345

19.05.2012, 12:31 Uhr

Innere Angelegenheiten Griechenland???
Der komplette Staat wird derzeit vom Ausland finanziert, wie können die bitte von inneren Angelegenheiten sprechen...wenn Griechenland aus der Währungsunion ausgeschlossen und damit pleite wäre, dann können die Griechen gerne machen was sie wollen...aber dann werden sie am Lautesten nach ausländischen Rettungsgeldern schreien, die ja nach griechischer Vortstellung offensichtlich eine innere, griechische Angelegenheit sind...

ControlledOwnershipOfEUrope

19.05.2012, 13:27 Uhr

Seit Beendigung der Militär-Diktatur fährt Griechenland auf dem Abstellgleis. Wirtschaftlich ging es auch nur denen gut, die heutzutage, wie früher, ihre Einkünft off-shore behandeln lassen. Gelebt und das nicht schlecht, dem Geldadel geht es nach wie vor gut. Hat das im Ernst ein Grieche verdient?

Funin

19.05.2012, 14:01 Uhr

Da habe ich doch eine prima Idee:
Griechenland gelingt es nie mehr eine funktionsfähige Regierung zu bilden und droht mit Bürgerkrieg wenn nicht auf ewig weiter Geld fließt.

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