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21.08.2015

15:52 Uhr

Neuwahlen in Griechenland

Tsipras will den offenen Kampf

Griechenland kommt nicht zur Ruhe. Nach Wahlen im Januar und einem Referendum im Juli wird bald schon wieder gewählt. Alexis Tsipras geht dabei aufs Ganze – und fordert seine Gegner offen heraus.

Alexis Tsipras will wiedergewählt werden – und die Konfrontation mit seinen politischen Gegnern. AFP

Griechenland vor Neuwahlen

Alexis Tsipras will wiedergewählt werden – und die Konfrontation mit seinen politischen Gegnern.

AthenAlexis Tsipras ist immer für eine Überraschung gut. Mit seinem Rücktritt ebnete er den Weg für den Showdown mit seinen politischen Gegnern, innerhalb und außerhalb seiner Partei. Gleichzeitig zeigt sich Tsipras von seiner sanften Seite: Er wendet sich ans Volk und entschuldigt sich für seine Fehler.

Er sei aber derjenige, der gekämpft habe bei den schwierigen Verhandlungen mit den Gläubigern. Seine Vorgänger hätten nur „Ja“ gesagt. Deswegen fordert er ein frisches starkes Mandat. Wozu? Um bald über die Umstrukturierung des griechischen Schuldenberges mit den Gläubigern zu verhandeln.

Mit dem Schachzug zwingt Tsipras seine Gegner in der Partei, sich zu zeigen. Der linke Flügel seiner Partei - 25 Abgeordnete - spaltete sich am Freitag ab und will rasch eine neue Linkspartei, die Volkseinheit (LAE), bilden. Bislang hätten die allzu Linken in der Linkspartei Syriza ein „surreales“ Spiel gespielt – wie Tsipras es nennt. Alle Sparprogramme lehnten sie ab und stimmten dagegen. Bei allen anderen Themen blieben sie auf Parteikurs. Sie seien schuld daran, dass die erste linke griechische Regierung fallen musste, sagen enge Tsipras-Mitarbeiter.

Der linke Flügel unter dem Ex-Kommunisten Panagiotis Lafazanis habe eine Art politischen Partisanenkrieg in der Syriza-Partei geführt, sagen Kritiker. Tsipras suche nun die direkte Konfrontation – „die Front und nicht den Kampf aus dem Hinterhalt“, sagt ein hoher Funktionär der Linkspartei.

Lafazanis antwortet darauf: „Warum will Tsipras Expresswahlen? Weil das Volk noch nicht die neuen harten Sparmaßnahmen zu spüren bekommt, die auf die Menschen zukommen“, sagte er bei einer Pressekonferenz am Freitag.

Tsipras gibt zwar auch viele Fehler zu. Er habe aber mit einer Übermacht (Berlin) kämpfen und sich fügen müssen, damit das Land nicht untergehe und aus der Eurozone fliege. Seine Vorgänger hätten „Ja“ gesagt, noch bevor die Gläubiger überhaupt Sparmaßnahmen vorgeschlagen hätten, heißt es seitens der engen Mitarbeiter.

Tsipras' Gegner zeigen sich am Freitag etwas ratlos. Der Chef der stärksten Oppositionspartei, Evangelos Meimarakis, wollte prüfen, ob er nach dem Rücktritts des Premiers eine andere Regierung bilden könnte, die das Vertrauen des jetzigen Parlaments erhielte. Die Zahlen zeigen, dass dies praktisch unmöglich ist.

Kommentare (3)

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Frau Margrit Steer

21.08.2015, 16:44 Uhr

Eines dürfte jedenfalls sicher sein, bei der ganzen Spielerei.
Es wid keine eformen geben so wie Merkel sie ständig fordert.
Im Grunde genommen ist der Rücktritt eine Klatsche für Merkel und ihre Abweichler werden Recht behalten

Frau Ich Kritisch

21.08.2015, 17:44 Uhr

Tsipras sorgt schlicht und einfach dafür, dass für mindestens einen Monat keinerlei Reformen umgesetzt werden können, denn es gibt ja keine Regierung :-)

ein cleveres Kerlchen...

Herr Vitto Queri

21.08.2015, 18:45 Uhr

>> Tsipras will den offenen Kampf >>

Lachnummer des Tages !

Tsipras hat die BEKLOPPTE EUtopia um 100 Mrd. € in einem halben Jahr erleichtert und wird abtauchen !

Die Reformliste, die er unterschrieben hat, soll ( kann ) jetzt Schäuble, der verbotenerweise Gelder aus dem ESM dafür in den Topf geworfen hat, abarbeiten !



So geht GHRIECHEN-VERARSCHE heute !

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