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24.07.2013

07:01 Uhr

New Yorker Bürgermeisterkandidat

US-Politiker Weiner gesteht weitere Sex-Eskapaden ein

Der Sexskandal um den Bürgermeisterkandidaten Anthony Weiner weitet sich aus: Neue Fotos und Nachrichten seiner Netz-Affären sind aufgetaucht. Weiner gibt die Eskapaden zu – bittet die New Yorker um eine zweite Chance.

Schmuddelbilder im Netz

Neuer Sex-Skandal um Anthony Weiner

Schmuddelbilder im Netz: Neuer Sex-Skandal um Anthony Weiner

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New YorkDer wegen eines Sexskandals aus dem Kongress ausgeschiedene US-Politiker Anthony Weiner, der derzeit als Bürgermeister von New York kandidiert, hat weitere schlüpfrige Internet-Unterhaltungen mit einer unbekannten Frau zugegeben. So pflegte er einen erotischen Kontakt im Internet. Nach eigenen Angaben betrieb er bei Facebook ein Profil unter dem Decknamen Carlos Danger, über das er mit einer jungen Frau in Kontakt gestanden habe. Einige dieser Dinge sind vor meinem Rücktritt passiert, andere danach“, sagte Weiner in New York bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Er wolle aber an seiner Kandidatur zum Bürgermeister von New York festhalten. „Ich hoffe, dass die Menschen in New York mir immer noch eine zweite Chance geben wollen.“

Eine US-Klatsch-Webseite hatte zuvor Facebook-Nachrichten veröffentlicht, die Weiner einer unbekannten Frau geschrieben haben soll. Über die Veröffentlichung anzüglicher Fotos habe die Seite noch nicht entschieden. Nicht alles, was auf der Seite veröffentlicht wurde, stamme auch wirklich von ihm, sagte Weiner. „Aber ich habe ja schon vorher gesagt, dass es wahrscheinlich ist, dass noch weitere Dinge ans Licht kommen werden.“ Von wann genau die Fotos und Nachrichten stammen, wollte Weiner nicht sagen. „Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass das, was ich getan habe, falsch war. Dieses Verhalten liegt hinter mir.“

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Seine Ehefrau Huma Abedin, die bei der Pressekonferenz dabei war, habe von den Fotos und Nachrichten gewusst, erklärte Weiner. Auch Abedin, die mit Weiner einen gemeinsamen Sohn hat, wandte sich erstmals an die Presse. „Ich liebe ihn, ich habe ihm verziehen, ich glaube ihm, und wir haben von Anfang an gesagt, dass wir nach vorne schauen.“ Das ganze sei allerdings nicht einfach gewesen, sagte Abedin, die als Assistentin der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton arbeitet. „Es brauchte viel Arbeit und noch mehr Therapie, bis ich Anthony verzeihen konnte.“

Weiner war im Juni 2011 als Kongressabgeordneter zurückgetreten, nachdem er schlüpfrige Fotos von sich an eine Frau schicken wollte – und sie aus Versehen per Twitter weltweit verbreitete. Im Mai dieses Jahres hatte er angekündigt, sich als Nachfolger des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg bewerben zu wollen, der im November nicht erneut antreten kann. 2005 hatte sich Weiner schon einmal erfolglos beworben – derzeit führt er das Rennen aber Umfragen zufolge an.

Kommentare (3)

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24.07.2013, 08:43 Uhr

Tja, wozu brauchen die USA eigentlich noch die NSA & Co, wenn die Leute in den "sozialen Netzwerken"&Co alles selber (und mehr oder weniger freiwillig) hinaus-zwitschern?

Account gelöscht!

24.07.2013, 10:28 Uhr

Wen interessiert das wer mit wem wo rummacht?
Aber gerade im prüden Amerika wird ja geglaubt das die Kinder im Garten wachsen.

Die dort am meisten über andere herziehen trifft man selber wahrscheinlich am ehesten im Dominastudio oder sonstige Läden.

Aber, die Bilder selbst versehentlich per Twitter zu verschicken; ist schon ziemlich grandios...)

Account gelöscht!

24.07.2013, 11:49 Uhr

Typisch amerikanische Verlogenheit: Soll der Mann doch machen, was Millionen anderer Männer auch tun.

Eine Standpauke von seiner Frau hat er allerdings verdient - aber nur von der!

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