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23.02.2012

02:38 Uhr

„Nicht erpressen“

Röslers Rede kommt in Athen nicht gut an

In seiner Rede zum politischen Aschermittwoch hat Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler den Griechen die Hölle heiß gemacht. Regierungsmitglieder aus Athen schießen zurück - auch gegen Schäuble.

Philipp Rösler (r.) prostet am politischen Aschermittwoch. dpa

Philipp Rösler (r.) prostet am politischen Aschermittwoch.

AthenBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ist nach seiner Rede zum politischen Aschermittwoch heftig von einem griechischen Regierungsmitglied kritisiert worden. Der griechische Entwicklungsminister Michalis Chryssohoidis warf dem FDP-Chef am Mittwoch vor, die Griechenland-Krise zur eigenen Profilierung zu missbrauchen.

Rösler hatte Athen aufgefordert, die mit den internationalen Hilfszusagen einhergehenden Reformversprechen endlich umzusetzen. „Wir werden uns nicht länger erpressen lassen“, sagte Rösler in der Rede. „Keine Leistung ohne Gegenleistung.“

Chryssohoidis sagte dem griechischen Fernsehsender Mega, der Ausschnitte aus der Rede zeigte, Röslers Worte seien „unangemessen“. Er wisse um die Probleme der deutschen Innenpolitik mit einer FDP, die in Umfragen bei 1,5 Prozent liege, sagte der Minister. Somit nehme sich Rösler „Griechenland vor, um den deutschen Bürgern zu gefallen“. „Das ist inakzeptabel, sein Verhalten macht mich wirklich traurig, sagte Chryssohoidis.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte bereits mit Äußerungen über das griechische Krisenmanagement für Zorn in Athen gesorgt. Der griechische Präsident Karolos Papoulias hatte Schäuble vorgeworfen, er wolle die Griechen verhöhnen.

Schäuble hatte in einem SWR-Interview gesagt: “Wir können helfen, aber wir können nicht in ein Fass ohne Boden schütten.„ Kritisiert wurde Schäuble zudem, weil er den Griechen nahelegte, die Wahlen im April zu verschieben, damit die Hilfszusagen der Eurogruppen nicht durch einen Regierungswechsel in Frage gestellt werden können.

Von

afp

Kommentare (39)

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nanoflo

23.02.2012, 04:53 Uhr

Rösler ist ein Milchbubi ohne Plan und Ziel.
Natürlich versucht er jetzt die schlechteste Partei der Welt zu retten.
Die Griechen haben jede Meinungsfreiht verloren uns ollten auf den billigen Plätzen Ruhe geben!
Jahrzehntelang über ihre Verhältnisse leben und dann noch Ansprüche stellen.So funktioniert das nicht.

Rapid

23.02.2012, 06:18 Uhr

Man hat nicht "gut anzukommen" sondern ein Sachlage gut zu analysieren und seine Schlußfolgerungen zu ziehen und ebenso nicht mit den notwendigen Worten zu sparen.
Insofern scheint Rösler langsam an Statur zu gewinnen.
Rösler als Königsmacher in Sachen BP-Nominierung war zumindet beeindruckend und konnte so nicht erwartet werden.
Deshalb also gewissermasen Respekt. Obwohl natürlich eine Schwalbe noch keinen Frühling macht.Rösler solle sich der Position von Frank Schäffler annähern, dann könnte er die FDP aus der Sackgasse führen, in die sie nicht ohne eigene Schuld und Versagen hinein geraten ist.

Account gelöscht!

23.02.2012, 06:36 Uhr

Wer ist Michalis Chryssohoidis ???
Wer die Hand aufhält, um Almosen zu bekommen, sollte vielleicht nicht auf den Geldgeber rumhacken...
Hat den Griechen noch keiner gesagt, daß Sie pleite sind?

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