Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2007

16:13 Uhr

Nicolas Hulot

Etablierten-Schreck verzichtet auf Frankreich-Wahl

Alle aussichtsreichen Kandidaten der Präsidentschaftswahl haben einen „Umweltpakt“ des TV-Stars und Ökologen Nicolas Hulot unterschrieben - allerdings nicht ganz freiwillig. Hulot hatte ihnen damit gedroht, andernfalls selber in den Ring zu steigen. Nun hat er öffentlich verzichtet - und den etablierten Kandidaten fällt ein Stein vom Herzen.

Der französische Umweltaktivist Nicolas Hulot. Foto: ap ap

Der französische Umweltaktivist Nicolas Hulot. Foto: ap

HB PARIS. In Umfragen hatten sich zwischen 40 und 45 Prozent der Franzosen für eine Kandidatur des 51 Jahre alten Hulot ausgesprochen. Diese Perspektive hatte panikartige Reaktionen bei den Grünen ausgelöst und bei Sozialisten und Neogaullisten zu der Besorgnis geführt, der in allen Lagern beliebte Hulot könne die Wahl entscheidend beeinflussen. „Ich will meine Unabhängigkeit bewahren, um die Gesamtheit der Akteure für den Umweltschutz mobilisieren zu können“, erklärte Hulot am Montag.

Hulot will keine Partei unterstützen und bis zur Parlamentswahl im Juni seine Kampagne für den Umweltpakt fortsetzen. Der Pakt setzt auf Öko-Anbau, Kreislaufwirtschaft, saubere Energien, CO2-Steuern und das Ende der Agrarexportförderung. Ein Vize-Premierminister soll dafür sorgen, dass die Ökologie bei allen Gesetzen berücksichtigt wird. Der Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei UMP, Innenminister Nicolas Sarkozy, hatte Hulot ein Superministerium für Verkehr und Umwelt versprochen. Seine sozialistische Rivalin Ségolène Royal will „Frankreich zum Vorbild für Umweltschutz machen“.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×