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08.01.2010

17:43 Uhr

Nicolas Sarkozy

Zeit nicht reif für Afghanistan-Abzug

Zur Truppenaufstockung äußerte sich der französische Präsident nicht, aber einen Abzug zum gegenwärtigen Zeitpunkt schloss Nicolas Sarkozy definitv aus: Die Afghanen seien noch nicht in der Lage, selbst Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen.

dpa

HB VANNES. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat sich gegen einen Abzug ausländischer Truppen aus Afghanistan zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. In seiner Neujahrsansprache vor Soldaten sagte Sarkozy am Freitag in Vannes: „Die Bedingungen für einen Abzug sind nicht gegeben.“ Es sei solange Hilfe nötig, bis die Afghanen in der Lage seien, selbst Verantwortung für ihre Sicherheit zu übernehmen. Zu einer möglichen Aufstockung des derzeit 3500 Soldaten umfassenden französischen Kontingents äußerte sich Sarkozy nicht. Die USA haben zusätzliche 30.000 Soldaten entsandt, um der schlechter werdenden Sicherheitslage Rechnung zu tragen. Ende des Monats findet in London eine internationale Afghanistan-Konferenz statt.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ermunterte unterdessen muslimische Länder, sich am Militäreinsatz zu beteiligen. Dadurch könne der Eindruck vermieden werden, es handele sich um einen Religionskrieg, sagte Rasmussen der dänischen Zeitung „Berlingske Tidende“. In diesem Zusammenhang lobte der Nato-Chef den Beitrag der Türkei, die 1750 Soldaten in Afghanistan im Einsatz hat.

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