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08.01.2013

17:03 Uhr

Niederländer löst Juncker ab

Jeroen Dijsselbloem wird Eurogruppen-Chef

VonRuth Berschens

ExklusivDer Überraschungskandidat hat sich offenbar durchgesetzt: Der niederländische Finanzminister Dijsselbloem soll Vorsitzenden der Euro-Gruppe werden und damit eine Schlüsselrolle bei der Lösung der Euro-Krise einnehmen.

Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem mit dem langjährigem Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker. AFP

Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem mit dem langjährigem Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker.

BrüsselDer niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem soll bereits am 21. Januar zum Vorsitzenden der Eurogruppe gewählt werden. Das erfuhr das Handelsblatt von EU-Diplomaten. Frankreich habe seine Vorbehalte gegen den 46jährigen Sozialdemokraten weitgehend aufgegeben, hieß es in Brüssel.

Der luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker hatte bereits Mitte vergangenen Jahres angekündigt, dass er sein Amt als Eurogruppen-Chef spätestens Anfang 2013 aufgeben will. Schon Ende vergangenen Jahres war der Niederländer Dijsselbloem als Favorit für die Nachfolge gehandelt worden.

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Insbesondere aus Deutschland bekam der Niederländer Unterstützung. Die Bundesregierung besteht darauf, dass der nächste Eurogruppen-Vorsitzende aus einem finanziell soliden Euro-Staat kommt, der seine Bestnote AAA bei den Ratingagenturen gehalten hat. Die Niederlande erfüllen diese Voraussetzung.

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Dagegen hatte sich Frankreich gegenüber Diijsselbloem hingegen zunächst reserviert gezeigt. Inzwischen hat sich die Regierung in Paris mit einem neuen Euro-Gruppenvorsitzenden namens Dijsselbloem aber offenkundig abgefunden. Am Mittwoch empfängt Moscovici den Niederländer in Paris.

Wenn Dijsselbloem bei dem Besuch einen guten Eindruck hinterlasse, dann werde Frankreich gegen seine Kandidatur keine Einwände mehr erheben, sagten EU-Diplomaten.

Kommentare (20)

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Numismatiker

08.01.2013, 17:12 Uhr

Meinetwegen kann auch eine Strohpuppe Eurogruppen-Chef werden. Hauptsache, Juncker geht.

rolf_1962

08.01.2013, 17:26 Uhr

Bleibt zu hoffen, dass der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem nicht so unverantwortlich handelt wie sein Vorgänger Juncker. Dieser Luxemburger hat Deutschland schweren Schaden zugefügt. Endlich ist der weg!

Glaskugel

08.01.2013, 17:36 Uhr

Jeder Dahergelaufene ist besser und gradliniger als dieser Finanzverbrecher und Lügenbaron Junker. Was mich nur stutzig macht ist der kometenhafte Aufstieg des Neuen Sozialisten. Wer hat den gepampert, wer kennt den wie sind seine Grundüberzeugungen. Er ist mir genauso suspekt wie dieser van Rompuy. Hatte hier letzendlich wieder GS und die Bilderberger Clique die Finger im Spiel?

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