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04.02.2017

16:52 Uhr

Niederlande

Russische Hacker greifen Regierungsrechner an

Wenige Wochen vor der Parlamentswahl in den Niederlanden haben russische Hacker Regierungscomputer angegriffen. Dass die Wahl manipuliert wird, ist aber unwahrscheinlich. Denn die Niederländer greifen zu einem Trick.

In den USA schafften russische Hacker es bereits, in Computer der demokratischen Partei einzudringen. Nun haben sie offenbar versucht, ähnlich in den Niederlanden vorzugehen. dpa

Hackerangriff auf niederländische Regierung

In den USA schafften russische Hacker es bereits, in Computer der demokratischen Partei einzudringen. Nun haben sie offenbar versucht, ähnlich in den Niederlanden vorzugehen.

AmsterdamIm Vorfeld der niederländischen Parlamentswahl am 15. März haben einem Zeitungsbericht zufolge russische Hacker versucht, in niederländische Regierungscomputer einzudringen. Es handele sich um dieselben Hacker, die auch in Computer der Demokratischen Partei in den USA eingedrungen seien, berichtet die Tageszeitung „De Volkskrant“ am Samstag. Ein Ziel der Hacker war nach den Informationen der Zeitung das Büro von Ministerpräsident Mark Rutte. Es gebe keine Hinweise, dass die Angriffe erfolgreich gewesen seien.

Zuvor hatte bereits der niederländische Geheimdienst mitgeteilt, dass in den vergangenen Monaten Hunderte Hack-Versuche aus Russland, China und dem Iran registriert worden waren. „De Volkskrant“ beruft sich in dem Artikel auf nicht näher bezeichnete Experten.

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Die Angst vor Hacker-Angriffen wirkt sich auch auf das Wahlverfahren aus: So sollen bei den Parlamentswahlen die Wahlzettel nur per Hand ausgezählt. „Es darf nicht den geringsten Zweifel geben“, erklärte Innenminister Ronald Plasterk am Mittwoch. „Bei der nächsten Wahl sollten wir auf das gute alte Papier zurückgreifen“, sagte er.

Ähnlich wie in Deutschland wählen die Niederländer mit Zetteln, die vor Ort ausgezählt werden. Auf regionaler und nationaler Ebene werden die Stimmen allerdings per Computer zusammengerechnet. Den Medienberichten zufolge sind die Rechner für Angriffe anfällig. So soll die Software zwar auf CD-ROM ausgeliefert worden sein. Sie sei aber auf alten Computern mit Internetverbindung installiert worden.

Auch in Deutschland gibt es Befürchtungen, dass Hacker aus dem Ausland versuchen könnten, die Wahl zu beeinflussen. Dabei geht es allerdings eher um die öffentliche Meinung als das Wahlergebnis an sich.

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