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14.05.2014

11:23 Uhr

Nigeria

77 entführte Mädchen auf Video identifiziert

In einem Video der Terrorgruppe „Boko Haram“ konnten Angehörige 77 der vor einer Woche entführten Mädchen identifizieren. Indes gibt es Anzeichen, dass die nigerianische Regierung mit den Extremisten verhandelt.

Die Kidnapper führen ihre Opfer vor, hier ein Ausschnitt aus dem am 12. Mai veröffentlichten Video „Boko Harams“. ap

Die Kidnapper führen ihre Opfer vor, hier ein Ausschnitt aus dem am 12. Mai veröffentlichten Video „Boko Harams“.

AbujaDie Eltern der vor einem Monat in Nordnigeria entführten Schülerinnen haben in einem Video der Terrorgruppe 77 der Mädchen identifiziert. Der Gouverneur des Bundesstaates Borno, Kashim Shettima, hatte zuvor eine Vervielfältigung des Filmmaterials angeordnet, damit sich alle betroffenen Mütter und Väter das Video anschauen können. Dieser Prozess sei noch nicht abgeschlossen, berichtete die Zeitung „Vanguard“ am Mittwoch. Insgesamt sind in dem am Dienstag veröffentlichten Video 136 Jugendliche zu sehen, die typisch muslimische Gewänder tragen und Verse aus dem Koran rezitieren. Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau hatte erklärt, viele der überwiegend christlichen Geiseln seien zum Islam konvertiert.

Die Gruppe hatte Mitte April mehr als 200 Mädchen aus einer Schule verschleppt. Trotz intensiver Suche auch mit internationaler Hilfe fehlt von ihnen bisher jede Spur.

Terror in Nigeria: Boko Haram zeigt Video von entführten Mädchen

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Boko Haram zeigt Video von entführten Mädchen

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram erpresst die nigerianische Regierung mit einem Video der entführten Schülerinnen. Rebellenführer Abubakar Shekau fordert die Freilassung inhaftierter Terroristen.

Ein nigerianischer Politiker sagte dem britischen Sender BBC, die Regierung sei nun doch eventuell zu Verhandlungen mit den Extremisten bereit. Shekau hatte im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln gefordert, dass alle inhaftierten Boko-Haram-Kämpfer aus dem Gefängnis entlassen werden. Wenn er es ernst meine, dann solle er Vertreter für Gespräche entsenden, erklärte der Minister für Sonderaufgaben, Kabiru Tanimu Turaki. Zuvor hatte die Regierung jeden Dialog ausgeschlossen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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14.05.2014, 18:16 Uhr

Was sagen unsere Herrn Gauck, Wulff bzw. alle Politiekr , insbes. die "Christdemokraten" dazu, außer Zustimmung???

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