Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.08.2014

23:30 Uhr

Nigeria

Tausende flüchten vor Boko Haram nach Kamerun

Im Nordosten Nigerias haben schwer Bewaffnete eine Ortschaft angegriffen. Hinter dem Angriff steckt die Sekte Boko Haram, die für einen islamischen Staat kämpft. Im April hatte sie den Ort schon einmal heimgesucht.

Standbild aus einem Video, das die islamistische Terrorgruppe Boko Haram veröffentlicht hat. "Dank an Allah, der unseren Brüdern den Sieg in der Stadt Gwoza gegeben und sie zu einem Teil des islamischen Kalifats gemacht hat." AFP

Standbild aus einem Video, das die islamistische Terrorgruppe Boko Haram veröffentlicht hat. "Dank an Allah, der unseren Brüdern den Sieg in der Stadt Gwoza gegeben und sie zu einem Teil des islamischen Kalifats gemacht hat."

KanoNach einem Angriff der islamistischen Sekte Boko Haram auf eine nigerianische Grenzstadt sind tausende Menschen ins benachbarte Kamerun geflohen. Augenzeugen berichteten, mehrere Gruppen schwerbewaffneter Kämpfer hätten am Montagmorgen die Ortschaft Gamboru Ngala im nordöstlichen Bundesstaat Borno angegriffen. Die Extremisten hätten einen Militärstützpunkt und eine Polizeiwache attackiert. Daraufhin seien tausende Einwohner, aber auch zahlreiche nigerianische Soldaten über die Grenze in die Stadt Fotokol in Kamerun geflohen.

Die Armee bestritt eine Flucht von Soldaten. Demnach handelte es sich vielmehr um ein "taktisches Manöver". Ein Vertreter der kamerunischen Sicherheitskräfte sprach von einem "sehr ernsten Angriff". Die Armee habe Verstärkung nach Fotokol geschickt. Boko Haram hatte Gamboru Ngala bereits im Mai angegriffen und dabei weitgehend zerstört. Mehr als 300 Einwohner wurden bei dem Angriff ermordet. Ein Flüchtling sagte, aus Furcht vor einem neuen Massaker sei ein Großteil der Einwohner geflohen. Eigentlich hat Kamerun seine Grenze zu Nigeria wegen mehrerer Ebola-Fälle in dem Land geschlossen.

Die Extremistengruppe Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete die Miliz bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10.000 Menschen. Im April machte Boko Haram Schlagzeilen mit der Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule, von denen die meisten noch immer vermisst sind. Am Sonntag rief Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau in einem Video in der kürzlich eroberten Stadt Gwoza ein "islamisches Kalifat" aus.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Ellis Müller

26.08.2014, 08:01 Uhr

Hat Nigeria Öl oder sonst wichtige Rohstoffe? Wenn nein, dann hat das Land Pech, wenn ja, dürfen sich Nigerianer vielleicht bald über bombige Hilfen aus den USA freuen, gefolgt von Waffenlieferungen der willigsten Helferin der USA.

Herr Wolfgang Trantow

26.08.2014, 14:22 Uhr

Man flüchtet vor dem Islam? Welch ungeheure Lüge!!! Der Islam ist friedlich, so deutsche Politiker!!!!! Deshalb will man den Islam auch in Deutschland! Man Frage nur die Herren Wulff und Gauck!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×