Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.03.2018

19:38 Uhr

Nikolai Gluschkow

Russischer Geschäftsmann tot in London entdeckt

Ein Russe ist tot in seiner Londoner Wohnung aufgefunden worden – er war ein Freund des 2013 auf mysteriöse Weise verstorbenen Oligarchen Beresowski.

Beamte untersuchen den ungeklärten Tod eines Mannes, der in einem Haus im Stadtteil New Malden gefunden worden sei. AP

Haus des Toten im Südwesten Londons

Beamte untersuchen den ungeklärten Tod eines Mannes, der in einem Haus im Stadtteil New Malden gefunden worden sei.

LondonEin mit dem 2013 verstorbenen Oligarchen Boris Beresowski befreundeter russischer Geschäftsmann ist in London tot aufgefunden worden. Nikolai Gluschkow sei nicht mehr am Leben, sagte Anwalt Andrej Borowkow am Dienstag russischen Medien. Er wisse aber nichts über die Umstände und den Zeitpunkt des Todes des 68-Jährigen.

Britische und russische Medien berichteten, Gluschkow sei tot in seiner Londoner Wohnung entdeckt worden. Die Londoner Polizei teilte mit, Beamte untersuchten den ungeklärten Tod eines Mannes, der in einem Haus im Stadtteil New Malden gefunden worden sei. Den Namen des Toten nannte sie nicht, erklärte aber, Anti-Terror-Ermittler hätten Ermittlungen aufgenommen, als Vorsichtsmaßnahme wegen der Verbindungen, die der Tote vermutlich gehabt habe. Es gebe keine Beweise für eine Verbindung zum Anschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal, der zu Spannungen zwischen London und Moskau geführt hat.

Gluschkow war in den 1990er Jahren Direktor bei der russischen Airline Aeroflot gewesen. Beresowski überwarf sich 1999 mit dem neuen Präsidenten Wladimir Putin und floh im Jahr 2000 nach London. Beresowskis Vertrauer Gluschkow wurde anschließend wegen Geldwäsche und Betrug verurteilt und verbrachte fünf Jahre in Haft. Nach seiner Freilassung im Jahr 2004 ging er ebenfalls nach London.

Gegen Beresowski erließen russische Behörden später einen Haftbefehl. Beresowski erhielt politisches Asyl in Großbritannien und unterstützte die russische Opposition. 2013 starb er in London – ob durch Mord oder Selbstmord blieb ungeklärt.

Gluschkow äußerte später öffentlich seine Zweifel an einer natürlichen Todesursache. In einem Interview mit dem „Guardian“ zeigte er sich überzeugt, dass Beresowski getötet worden sei, und sagte, dass er nicht an einen Selbstmord glaube.

2017 wurde Gluschkow in Abwesenheit von einem russischen Gericht zu acht Jahren Haft verurteilt. Er habe 123 Millionen Dollar von Aeroflot entwendet, hieß es zur Begründung. Aeroflot setzte den Prozess in London fort. Am Montagvormittag war Gluschkow zu einer Anhörung vorgeladen, zu der er jedoch nicht erschien.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Spiegel

13.03.2018, 19:59 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Herr Tomas Maidan

13.03.2018, 20:03 Uhr

Hoffentlich schnallen die russischen Wähler endlich mal, dass ihr Schweinchen-Schlau vom Geheimdienst als Präsident Russland in die völlige Isolation führen wird...

Herr Peter Spiegel

14.03.2018, 11:50 Uhr

"Herr Carlos Santos
14.03.2018, 08:52 Uhr
FRAU MERKEL GEHT, HERR HORST SEEHOFER WIRD NEUER BUNDESKANZLER !!!

Dann erst beginnt für ganz Deutschland wieder Normalität !!!!!"

..................................................................................

MIT SEEHOFER ALS KANZLER.....dann beginnt die NORMALITÄT!!!!!!!!!
...laut unserem.......CARLOS( der Herr der Punkte und GROSSBUCHSTABEN)


BITTE,BITTE CARLOS

WELCHEN TEE TRINKST DU MORGENS?????????????????


...................................................................

PUNKTE UND GROSSBUCHSTABEN FÜR CARLOS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


........................:::::::::::::::::::::::::::::::::::..................................





Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×