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09.10.2013

18:28 Uhr

Noch 8 Tage bis zum Staatsbankrott

Vorwärts Richtung Abgrund

VonNils Rüdel

Die Verwaltung geschlossen, die Zahlungsunfähigkeit in Sicht: Die Weltmacht USA hat sich selbst lahmgelegt. Wie es dazu kommen konnte und wie es jetzt weitergeht – Antworten auf wichtige Fragen.

US-Präsident Barack Obama bleibt nur noch wenig Zeit, um eine Einigung mit den Republikanern zu erzielen. ap

US-Präsident Barack Obama bleibt nur noch wenig Zeit, um eine Einigung mit den Republikanern zu erzielen.

WashingtonZu den Privilegien eines US-Präsidenten gehört es, dass einem zugehört wird, sobald man das Wort ergreift. Eine spontane Pressekonferenz – die Nachrichtensender stoppen ihr Programm und schalten sich live zu. So hatte auch Barack Obama am Dienstagnachmittag Washingtoner Zeit wieder maximale Aufmerksamkeit, um den Druck auf die gegnerischen Republikaner zu erhöhen. „Unverantwortlich“ verhielten sich diese im Haushaltsstreit, schimpfte der Präsident. Sie schadeten der Mittelschicht und gefährdeten „unsere Glaubwürdigkeit auf der ganzen Welt“.

Es war der jüngste Versuch Obamas, die Deutungshoheit in dem zermürbenden Streit um die Staatsfinanzen zu gewinnen. Seit nunmehr acht Tagen sind Teile des Staatsapparates lahmgelegt, weil der Kongress keine Gelder genehmigt hat. Ab kommendem Donnerstag – es ist der 17. Oktober – droht sogar zum ersten Mal in der US-Geschichte der Zahlungsausfall.

Nichts spricht derzeit für eine Einigung, stattdessen bekämpfen sich die Kontrahenten in Fernduellen und geben vor, gesprächsbereit zu sein, obwohl sie es nicht sind. Während sich das Volk ermüdet abgewendet hat, appellieren Ökonomen und Finanzakteure an die Politik, die drohende Katastrophe noch abzuwenden.

Doch wer sind die politischen Figuren, und warum stehen sie sich so unversöhnlich gegenüber? Wie schlimm wäre ein Zahlungsausfall? Und wie könnte ein Kompromiss in letzter Minute aussehen? Antworten auf wichtige Fragen.

Kommentare (1)

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Ich_kritisch

09.10.2013, 19:14 Uhr

Wie die Kinder im Sandkasten: Gib Du mir mein Schäufelchen, dann bekommst Du Dein Förmchen - Nein, erst mein Förmchen, dann dein Schäufelchen.
Nur, hier geht es nicht um Kinderspielzeug sondern um viel Geld bzw. um viele zusätzliche Schulden.
Klar macht eine KV für alle Sinn - aber warum muss die vom Staat finanziert werden? Sollen doch Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzahlen - geht auch.

Aber von all dem mal abgesehen, ein Präsident, der sich erst 2 Wochen nach Beginn des Wirtschaftsjahres ernsthaft um sein Budget kümmert wäre in der Wirtschaft nicht nur nicht denkbar, der würde ersthaft in die Irrenanstalt eingewiesen.
Um solche grundlegenden Dinge sollte man sich rechtzeitig - Sprich Wochen bzw. Monate früher - kümmern.

Aber es war halt viel viel wichtiger sich um Syrien, Agypten oder Snowdon zu kümmern .

Die Amis haben ihn gewählt - sie haben ihn verdient!

Hätte mal jemand seine Reden aufmerksam gehört - nur heiße Luft - sonst nix.

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