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31.08.2012

06:59 Uhr

Nominierungsrede

Romneys Rundumschlag

VonAstrid Dörner

In seiner vielleicht wichtigsten Rede hat Mitt Romney ein bisschen was für alle dabei, wird auch persönlich. Arbeitslose, Manager und Hausfrauen finden sich genauso wieder wie die Tea Party. Ein Durchbruch war es nicht.

Mitt Romney gabs sich kämpferisch – und konnte zumindest seine Anhänger in der Halle überzeugen. dapd

Mitt Romney gabs sich kämpferisch – und konnte zumindest seine Anhänger in der Halle überzeugen.

TampaMitt Romney nimmt den langen Weg auf die Bühne. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner schreitet strahlend durch die große Halle in Tampa, schüttelt Hände, hier und da gibt es eine Umarmung für seine Fans. Dann geht er zum Mikrofon. „Ich akzeptiere die Nominierung “, sagt er staatstragend. Jubel bricht aus.

Er weiß: Die Rede muss sitzen. Die aggressiven Worte seines möglichen Vizepräsidenten Paul Ryan vom Vortag, die warmherzige Rede seiner Frau – alles wäre vergessen, wenn er heute Abend nicht liefert.

Paul Ryan: Der Rockstar der Republikaner

Paul Ryan

Der Rockstar der Republikaner

Paul Ryan wird bei den US-Konservativen wie ein Star gefeiert. Der Vize-Kandidat ist derart populär, dass er sogar Mitt Romney in den Schatten zu stellen droht. Am Abend lieferte er einen eindrucksvollen Beweis.

An seinem großen Abend hat er an alle gedacht. Die ganzen Kritiker der vergangenen Monate, so scheint es, will er mit dieser einen Rede widerlegen. Zu unpersönlich, realitätsfern und frauenfeindlich haben sie Romney genannt. Uncharismatisch und unsicher noch dazu, ein Kandidat der Reichen, der die Mittelschicht schröpfen will.

Heute will Romney zeigen, dass all das gerade nicht ist.

Er erzählt eine rührende Geschichte von seinem Vater und wie er seiner Mutter jeden Morgen eine Rose ans Bett gestellt hat: „So hat sie festgestellt, dass mein Vater gestorben ist – sie ging ihn suchen, weil an dem Morgen keine Rose an ihrem Bett stand.“ Er zitiert seine Mutter mit den Worten: „Warum sollten Frauen weniger zu sagen haben als Männer, wenn es um die großen Entscheidungen unseres Landes geht?“ und fügt an, dass in seiner Zeit als Gouverneur von Massachusetts die Hälfte seiner Kabinettsmitglieder Frauen waren. Damit will er bei jenen Frauen punkten, die bei Fragen wie Abtreibung und Verhütung von den radikalen Ansichten seiner Partei abgeschreckt wurden. 

Kommentare (6)

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lollipop

31.08.2012, 07:21 Uhr

Arbeitslosigkeit halbieren und ein Amerika im "alten" Glanz,
statt eines Amerika in Neuem Glanz.
___________________________________

Wirklichkeit kann da nur stören.
Allerdings ist sie nicht nur in den US ein Störfaktor.
Sie stört insgesamt irgendwie...

Account gelöscht!

31.08.2012, 07:29 Uhr

Money rules. Ein gutes Zeichen. Thumbs up for Romney !

Account gelöscht!

31.08.2012, 07:30 Uhr

Nun ja, wenn Obama das Geld fuer seine gigantischen Schulden den Leuten selbst in die Hand gedrueckt haette, dann waeren die USA vielleicht wieder ein bluehendes Land. Die Amtszeit von Obama kam mir so vor als ob jemand auf Pause gedrueckt haette. Na, ganz so war es ja nicht mit dem gigantischen Schuldenaufbau und dem endlos Geldgedrucke. Hoffentlich drueckt Romney in dieser Hinsicht auf Stop. Die Bubbles sind schon bedrohlich genug und wurden nicht mal im Ansatz ab- sonder immer nur weiter aufgebaut.

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