Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2015

17:03 Uhr

Norbert Röttgen

„Putin will Meinung in Deutschland beeinflussen“

CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen erhebt schwere Vorwürfe gegen Wladimir Putin: Der russische Präsident betreibe Propaganda und Meinungsmanipulation. Auch in Deutschland gebe es solche Einflussversuche.

Als Beispiel für die Manipulationsversuche nannte CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen Journalisten, auf die massiver Druck aufgebaut werde. AFP

Als Beispiel für die Manipulationsversuche nannte CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen Journalisten, auf die massiver Druck aufgebaut werde.

BerlinRussland betreibt nach den Worten des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen (CDU) Propaganda und Meinungsmanipulation auch in Deutschland. Zur Strategie des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt gehöre „ganz klar auch der Versuch, die öffentliche Meinung in Russland selbst, in der Ukraine, aber auch in Deutschland zu beeinflussen – auch durch Propaganda, durch Manipulation von Meinung", sagte Röttgen dem Berliner „Tagesspiegel“ (Samstagsausgabe).

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag rief zu mehr Wachsamkeit gegenüber derartigen Einflussversuchen auf. „Wir haben in Deutschland noch nicht einmal angefangen, uns mit dieser Propaganda auseinanderzusetzen, geschweige denn, auf sie zu antworten.“

Nach den Worten von Röttgen wird beispielsweise massiver Druck aufgebaut gegen „deutsche Journalisten, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk unparteiisch aus der Ostukraine berichten und Russlands Beteiligung beim Namen nennen“. Dies müsse transparent gemacht werden, forderte der CDU-Politiker: „Wenn es ein Bewusstsein für diese getarnte, organisierte Einflussnahme gibt, verliert sie an Wirkung.“

Deutschlands Handel mit Russland

Deutschland und Russland...

...sind wirtschaftlich eng verwoben. Daimler ist am russischen Lkw-Hersteller Kamaz beteiligt, die BASF-Tochter Wintershall arbeitet eng mit Gazprom zusammen, Siemens unterhält eine Partnerschaft mit der Russischen Staatsbahn RZD.

76,5 Milliarden Euro

2013 tauschten beide Länder Güter im Wert von rund 76,5 Milliarden Euro aus. Dabei überstiegen die Importe aus Russland die Exporte.

Erdöl und Erdgas...

...machten drei Viertel der Importe aus Russland aus, die sich insgesamt auf 40,4 Milliarden Euro beliefen.

Im Gegenzug...

...lieferte Deutschland dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro nach Russland.

Autos, Maschinen und Chemie

An der Spitze standen die Maschinenbauer (8,1 Milliarden Euro), die Autoindustrie (7,6 Milliarden Euro) und die Chemiebranche (3,2 Milliarden Euro).

Deutschland...

...liegt hinter China auf Rang zwei der Lieferländer Russlands.

Russland hingegen...

...ist der elftwichtigste Absatzmarkt für die deutsche Exportwirtschaft.

Seit dem Frühjahr 2014 liefern sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Rebellen im Osten des Landes heftige Gefechte. Dabei wurden seit April mehr als 4700 Menschen getötet. Der Westen wirft Russland vor, die Rebellen militärisch zu unterstützen. Der Kreml weist dies zurück.

Peruanische Schamen sagen neues Zeitalter voraus

Schamanen sehen „große Verzweiflung über Präsident Putin“

Peruanische Schamen sagen neues Zeitalter voraus: Schamanen sehen „große Verzweiflung über Präsident Putin“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

afp

Kommentare (30)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Ich hier

02.01.2015, 17:10 Uhr

„Putin will Meinung in Deutschland beeinflussen“

Was ist daran Besonderes, das die Meldung macht?

Ich kenne keinen Politiker, der das nicht will...

Account gelöscht!

02.01.2015, 17:14 Uhr

Das eben grade mag Putin tatsächlich mit der einstigen Schülerin des Marxismus Merkel gemein haben.

Account gelöscht!

02.01.2015, 17:15 Uhr

@ ...hier:

Über die vielen anderen wird nur öffentlich kaum gesprochen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×