Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.05.2014

11:23 Uhr

Nordafrika-Exklave

Massenansturm von Flüchtlingen auf spanische Exklave

Bei einem Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die spanische Exklave Melilla wurden zwölf Polizisten verletzt. Die Flüchtlinge wurden später von der spanischen Polizei nach Marokko geschickt.

Ein spanischer Polizist schießt mit einem Feuerlöscher auf einen Flüchtling: Die Rettungsdienste teilten mit, sechs Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden. dpa

Ein spanischer Polizist schießt mit einem Feuerlöscher auf einen Flüchtling: Die Rettungsdienste teilten mit, sechs Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

MelillaHunderte afrikanische Flüchtlinge haben versucht, in die spanische Nordafrika-Exklave Melilla zu stürmen. Wie die Präfektur der Stadt mitteilte, gelangten 140 Afrikaner von Marokko aus auf spanisches Gebiet. Etwa 800 Afrikaner hatten nach diesen Angaben an zwei verschiedenen Stellen versucht, die Grenzanlagen zu überwinden.

Die Präfektur warf den Flüchtlingen nach Medienberichten vom Freitag vor, bei dem Ansturm am Vortag ungewöhnlich gewaltsam gegen die spanischen Grenzbeamte vorgegangen zu sein. Nach Angaben der Behörde wurden zwölf Polizisten verletzt. Die Rettungsdienste teilten mit, sechs Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die EU und Afrika

Bildung, Gesundheit und Zivilgesellschaft

Die EU fördert afrikanische Staaten bei der Ausbildung. Mehr als zwölf Millionen Menschen hat sie nach eigenen Angaben zwischen 2007 und 2013 bei ihrer Schul- oder Berufsausbildung unterstützt. Tausende Studenten erhielten Stipendien oder nahmen am Erasmus-Austauschprogramm teil. 178 Millionen Euro flossen in den vergangenen sieben Jahren in mehr als 600 afrikanische Forschungsprojekte zu Ernährungssicherheit, Klimawandel, Gesundheit und Energie. Auch zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten und für den Kampf gegen den Klimawandel stellt die EU Geld bereit.

Wachstum und Handel

Europa ist der wichtigste Partner Afrikas in der Entwicklungshilfe. Zwischen 2007 und 2013 unterstützten die EU und ihre Staaten Afrikas Entwicklung mit rund 141 Milliarden Euro. Der Handel zwischen Europa und Afrika wächst seit Jahren – in beide Richtungen. 2013 exportierten die EU-Staaten Waren im Wert von 153 Milliarden Euro auf den afrikanischen Kontinent. Das war ein Rekord, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat meldete. Frankreich, Deutschland und Italien waren die größten Exporteure. Deutschlands Ausfuhren nach Afrika summierten sich 2013 auf 22 Milliarden Euro. Umgekehrt ist die EU für Afrika der größte Handelspartner, dorthin gehen 40 Prozent aller afrikanischen Ausfuhren. Die afrikanischen Staaten verkauften im vergangenen Jahr Waren für 168 Milliarden Euro nach Europa.

Friedenssicherung

Im vergangenen Jahrzehnt hat die EU 16 EU-Missionen nach Afrika geschickt, um Krisen zu bewältigen und den Frieden zu sichern. Darunter waren nach Angaben des EU-Rates sieben Militäroperationen etwa im Kongo, Somalia und Mali sowie 9 zivile Missionen wie in Kinshasa oder im Sudan/Darfur. Derzeit sind mehr als 2300 Männer und Frauen unter der EU-Flagge bei EU-Friedensmissionen in Afrika im Einsatz. Seit 2004 hat die EU 1,2 Milliarden Euro zur Unterstützung afrikanischer Operationen zur Friedenssicherung bereitgestellt.

Etwa 150 Afrikaner harrten mehrere Stunden auf der Spitze des sechs Meter hohen Grenzzauns aus. Einige von ihnen bewarfen Polizisten mit brennenden Kleidungsstücken. Die Flüchtlinge stiegen später vom Grenzzaun herab und wurden von der spanischen Polizei nach Marokko zurückgeschickt.

Seit Anfang dieses Jahres hatte es in Melilla mehr als 15 Massenanstürme von Flüchtlingen auf die Grenzanlagen der Stadt gegeben. Etwa 1300 Afrikanern gelang es dabei, spanisches Gebiet zu erreichen. Die Madrider Regierung hatte kürzlich entschieden, die Grenzzäune bei den Exklaven Melilla und Ceuta weiter auszubauen, um ein Überklettern der Anlagen zu erschweren.

Im Gebiet der zu Spanien gehörenden Mittelmeerinsel Isla de Alborán barg der Seenotrettungsdienst 71 Flüchtlinge. Die Afrikaner hatten nach Angaben der spanischen Behörden versucht, mit zwei Schlauchbooten nach Spanien zu gelangen.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

02.05.2014, 12:18 Uhr

"Die Präfektur warf den Flüchtlingen nach Medienberichten vom Freitag vor, bei dem Ansturm am Vortag ungewöhnlich gewaltsam gegen die spanischen Grenzbeamte vorgegangen zu sein. Nach Angaben der Behörde wurden zwölf Polizisten verletzt."
---
Es reicht allmählich! Das ist eine veritable Invasion von Illegalen. 12 krankenhausreif verletzte Polizisten? Es wird Zeit, daß die Polizei in solchen Fällen Gebrauch von der Schußwaffe macht oder aber die Polizei ist durch bewaffnete Grenztruppen zu ersetzen, die bei illegalen, gewalttätigen Eindringlingen nicht lange fackeln.

"Seit Anfang dieses Jahres hatte es in Melilla mehr als 15 Massenanstürme von Flüchtlingen auf die Grenzanlagen der Stadt gegeben. Etwa 1300 Afrikanern gelang es dabei, spanisches Gebiet zu erreichen."
---
Wie gesagt, daß ist eine Invasion durch Illegale/Kriminelle.

"Die Madrider Regierung hatte kürzlich entschieden, die Grenzzäune bei den Exklaven Melilla und Ceuta weiter auszubauen, um ein Überklettern der Anlagen zu erschweren."
---
Wie lange brauchen die denn noch dafür? Das hätte ich binnen weniger Tage, allenfalls Wochen angeordnet und durchgezogen: 3 Rollen NATO-Draht ZL auf der Krone (außen, oben drauf und innen) und der Spuk ist vorbei. Wer meint, da durchzukommen, lernt die messerscharfen Klingen dieser Drahtrollen kennen. Im übrigen sollte man Melilla und Ceuta mal systematisch durchkämmen (bei solchen Masseneinbrüchen den Hafen dichtmachen!) und alle Illegalen festnehmen und ausschaffen. Auch "schiffsbrüchige" Eindringlinge gehören *sofort* ohne Rechtsmittelmöglichkeit returniert.

Es gibt nun einmal kein Menschenrecht der Einwanderung in die europäischen Sozialsysteme und Wirtschaftsflüchtlinge haben draußen zu bleiben! Punkt.
Zudem gehört endlich ein Punktesystem wie in Kanada oder Australien her, das die Einwanderung auf eine solide Rechtsbasis stellt und vor allen Dingen streng selektiert nur Einwanderer reinläßt, die Europa, insb. aber Deuschland nützten. Der Rest s. einen Absatz höher!

Account gelöscht!

02.05.2014, 12:27 Uhr

Entweder ein Elektrozaun - mit Hinweisschilder wegen der Menschenrechte - oder die Exklave an Marokko verschenken.

Keine grosse Sache.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×