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03.08.2015

13:50 Uhr

Nordkorea

Friedenspreis für Kim Jong Un?

„Für seinen Kampf gegen den Imperialismus“: Eine indonesische Stiftung verteidigt die Verleihung eines Friedenspreises für Kim Jong Un und hält an der Preisverleihung fest. Kommt Kim Jong Un nach Indonesien?

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit seinen Untertanen: Der Despot erhält einen Friedenspreis von einer indonesischen Stiftung. Reuters, Sascha Rheker

Applaus für den Diktator

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit seinen Untertanen: Der Despot erhält einen Friedenspreis von einer indonesischen Stiftung.

JakartaEine indonesische Stiftung hat die Verleihung eines Friedenspreises an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un verteidigt. Kim werde im September der Preis für „Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit“ verliehen, bekräftigte die Leiterin der Organisation Sukarno und Tochter des ersten indonesischen Präsidenten, Rachmawati Sukarnoputri, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.

Vorwürfe hinsichtlich Menschenrechtsverstößen seien „unwahr“ und „westliche Propaganda“. Kim erhalte den Preis „für seinen Kampf gegen neokolonialistischen Imperialismus“. Die Verleihung der Auszeichnung an Kim hatte für Schlagzeilen gesorgt und Spott und Ungläubigkeit hervorgerufen.

In der Vergangenheit war der Preis an Freiheitsikonen wie den Inder Mahatma Gandhi und Aung San Suu Kyi aus Myanmar verliehen worden. Kim ist bekannt für seine Schonungslosigkeit im Umgang mit Beamten, die er der Illoyalität verdächtigte.

So wurde etwa sein Onkel und ehemaliger Mentor Jang Song Thaek 2013 hingerichtet. Rachmawatis Vater Sukarno hatte bereits in den 50er Jahren Beziehungen zu Nordkorea hergestellt, die seither bestehen blieben. Im Jahr 2001 wurde der Preis von Rachmawatis Stiftung posthum an Kims Großvater Kim Il Sung verliehen, den ersten Staatschef Nordkoreas.

Von

afp

Kommentare (5)

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Herr Peter Spiegel

03.08.2015, 14:44 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Teito Klein

03.08.2015, 16:08 Uhr

Die Perversion des Denkens
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Kim werde im September der Preis für „Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit“ verliehen.

Kim hatte seine Gegner an Hunde verfüttert.
Kim lässt Minister mit Flak-Geschütz hinrichten.
Kim droht Amerika mit der Auslöschung.
Das Volk frisst Gras und Baumrinde, Kim lebt in Saus und Braus.
Kim ist der von Gott gesande "geliebte Führer".
Die Linken und Grünen pilgern zu Kim um von seiner "Weisheit" zu profitieren,
Nordkorea ist "eine lupenreine Demokratie."
2016 wird Kim Jong-un der Friedensnobelpreis verleihen (Vorbild: Obama).

Herr reiner tiroch

03.08.2015, 16:30 Uhr

der Kim mit dem Friedenspreis ist dann ja ebenso wertvoll wie der obama, gell?

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