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25.12.2011

12:31 Uhr

Nordkorea

Kim-Jong-Il-Clan festigt seine Macht

In Nordkorea gibt es Anzeichen, dass der Familien-Clan des gestorbenen Alleinherrschers Kim Jong Il seine Macht weiter gestärkt hat. Nun spielt auch der Onkel des neuen Machthabers eine wichtige Rolle im Staat.

Der neue junge Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Un, steht im Zentrum - sein Onkel Jang Song Thaek ist links außen zu sehen. dapd

Der neue junge Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Un, steht im Zentrum - sein Onkel Jang Song Thaek ist links außen zu sehen.

Seoul/Pjöngjang/PekingNordkoreas Staatsfernsehen zeigte am Sonntag den Onkel an der Seite von Kims Sohn und erwählten Nachfolger Kim Jong Un am Glassarg des aufgebahrten Ex-Diktators in Pjöngjang. Er trug Militäruniform mit dem Rangabzeichen eines Generals. Nordkorea habe den 65 Jahre alten Jang Song Thaek - der Ehemann von Kims jüngerer Schwester ist - zum ersten Mal in Militäruniform im Fernsehen gezeigt, berichteten südkoreanische Medien.

Jang gilt seit langem als graue Eminenz des kommunistischen Regimes und Mentor des noch nicht 30-jährigen Kim Jong Un. Es war zunächst unklar, ob Jang offiziell den Titel eines Generals der Streitkräfte erhalten hat. Am Samstag hatte die Staatspresse Kim Jong Un zum ersten Mal als „obersten Befehlshaber“ bezeichnet.

Kim Jong Il hatte seinen Schwager im vergangenen Jahr zu seinem Stellvertreter in der nationalen Verteidungskommission gemacht, dem militärischen Führungsgremium des Staates. Es gilt als sicher, dass sich Kim Jong Il seit seinem Schlaganfall vor drei Jahren mit Personen des Vertrauens, darunter seine Schwester Kim Kyong Hui und deren Mann Jang Song Thaek umgeben hatte, um den Machttransfer auf seinen drittältesten Sohn vorzubereiten. Kim selbst hatte die Macht von seinem 1994 gestorbenen Vater und „ewigen Präsidenten“ Kim Il Sung übernommen. Kim Jong Il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember genauso wie sein Vater an einem Herzinfarkt gestorben.

Japanischer Ministerpräsident zu Gesprächen in China

Unterdessen ist der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda am Sonntag zu Gesprächen mit der chinesischen Führung in Peking eingetroffen. Im Zentrum dürfte dabei Nordkorea und die Frage stehen, wie die Lage in dem Land nach dem Tod des langjährigen Machthabers Kim Jong il stabilisiert werden kann. Noda wird am Sonntag mit Ministerpräsident Wen Jiabao zusammen treffen, am Montag mit Präsident Hu Jintao.

Kommentare (1)

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MIRO

26.12.2011, 11:36 Uhr

Nach dem Großvater, dem Vater, nun der Sohn als nächste
Lachnummer in Nordkorea.
Wenn die Lage für das Volk nicht so Ernst wäre der gesamte
Vorgang zum totlachen.Mit Sicherheit, so Fett und Vollgefressen dieser Typ ist, so hohl wird er sein!

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