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21.12.2011

14:16 Uhr

Nordkorea

Kim Jong Un kämpft um die ganze Macht

Er ist jung und unerfahren, aber Kim Jong Un bekräftigt selbstbewusst seinen Machtanspruch in Nordkorea. Die Armee kontrolliert Kim Jong Ils Sohn offenbar bereits. Aber auch Tante und Onkel buhlen um Einfluss.

Kim Jong Un ist seit dem Tod seines Vaters überall präsent. dapd

Kim Jong Un ist seit dem Tod seines Vaters überall präsent.

Seoul/PjöngjangNach dem Tod von Nordkoreas Diktator Kim Jong Il bekräftigt der zum Nachfolger ausgerufene Sohn Kim Jong Un seinen Machtanspruch. Noch vor der Verbreitung der offiziellen Todesnachricht habe Kim Jong Un seinen ersten Befehl an die mächtigen Streitkräfte des atomar gerüsteten Landes erteilt. Das berichteten südkoreanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise in Seoul. Die US-Regierung lehnt eine offizielle Beileidsbezeugung zum Ableben des kommunistischen Diktators ab.

Nach Berichten aus Seoul hat der noch vom Vater zum Vier-Sterne-General ernannte Kim Jong Un angeordnet, dass alle militärischen Einheiten die laufenden Wintermanöver verlassen und in die Stützpunkte zurückkehren. In den Medien wird auch spekuliert, dass Kim Jong Uns Tante Kim Kyong Hui, die jüngere Schwester des Verstorbenen, und ihr Mann Jang Song Thaek innerhalb der Partei an Einfluss gewinnen.

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Bei der organisierten Massentrauer in Pjöngjang pilgerten weiter Millionen von Nordkoreanern zu Plätzen, auf denen Traueraltäre und Porträts mit dem Samstag gestorbenen Kim Jong Il aufgestellt worden waren. Das Staatsbegräbnis für Kim soll am 28. Dezember sein. Südkorea will keine eigene Beileidsdelegation entsenden.

Südkoreas Regierung erlaubte ihren Bürgern aber, private Beileidsbekundungen an das abgeschottete Nachbarland zu schicken. Nach südkoreanischem Gesetz müssen alle Kontakte mit dem Nachbarstaat genehmigt werden. Seit ihrem Bruderkrieg von 1950 bis 1953 befinden sich beide Staaten völkerrechtlich weiter im Kriegszustand, da immer noch kein Friedensvertrag geschlossen wurde.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

21.12.2011, 16:16 Uhr

Ja,so war das im Mittelalter auch bei uns in Europa.Ach ist das armselig.Aber die restliche Welt ist bestimmt auch dankbar dafür,dass jemand den "schwarzen Mann" mimt,damit sie ihren
Kindern erklären können wie gut sie es haben.

Account gelöscht!

21.12.2011, 17:00 Uhr

den Millionen hungernder Nordkoreanern ist das bestimmt ein trost.....

Pro-EU

21.12.2011, 17:33 Uhr

Schrecklich, wenn man sich das ansehen muss, was mit einem Land passiert, was sich nicht mit der „Schwester“ vereinigen konnte.

Genau so würden heute die DDR Bürger leben, wenn wir sie damals nicht so großmütig aufgenommen hätten. Und in diesem Zusammenhang kann man sich nur bei den (West) Deutschen bedanken, dass sie sich so großzügig gezeigt haben. Auch wenn uns das fast 5 Billionen gekostet hat, aber wir Westdeutschen haben uns dieser fast nicht lösbaren Aufgabe gestellt und sehr viel dafür geblutet.

Südkorea hatte die Selbe Möglichkeit der Wiedervereinigung mit dem Norden. Aber sie waren verschreckt (aufgrund des westdeutschen Beispiels) und haben der Wiedervereinigung widersprochen.










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