Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.10.2013

08:49 Uhr

Nordkorea

Kim Jong Un plant luxuriöses Skiresort

Nordkorea soll zum Wintersportland werden. So jedenfalls stellt es sich die nordkoreanische Führung vor. An der Ostküste entsteht deshalb ein Luxus-Skiresort: mit Hotels, Pisten – und einem großen Problem.

Kim Jong Un bei der Baustellen-Beschichtgung: Nordkorea will ein „Weltklasse-Skigelände“ bauen. dpa

Kim Jong Un bei der Baustellen-Beschichtgung: Nordkorea will ein „Weltklasse-Skigelände“ bauen.

Genf/SeoulSeitdem klar ist, dass Südkorea die olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang ausrichten wird, zeigt auch das Regime von Kim Jong Un in Nordkorea Interesse am Wintersport. Am Berg Masik, rund 20 Kilometer entfernt von der Ostküstenstadt Wonsan, wird seit gut einem Jahr kräftig an einem luxuriösen Skiresort gebaut, das in diesen Tagen eingeweiht werden soll.

Im Oktober 2012 war Bernhard Seliger, der Leiter des Seouler Büros der Hanns-Seidel Stiftung, auf der Baustelle. Sein Fazit: „Kein besonderes Skigebiet“, er habe nur seichte Abfahrten gesehen. „Die Pläne die es dazu gibt sind wirtschaftlich illusorisch“, lautet die Einschätzung des Ökonomen. Er erinnert sich an Gespräche mit Offiziellen in Nordkorea, die von tausenden Wintersportlern ausgehen und von Einnahmen von bis zu 65 Millionen Dollar pro Jahr.

Die Seilbahn zur Piste sollte aus Europa kommen. „Die Anfrage erreichte uns vor knapp einem Jahr“, erklärte Ekkehard Assmann, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des österreichischen Seilbahnfabrikanten Doppelmayr Seilbahnen GmbH am Bodensee. Aus politischen Gründen habe man sich jedoch gegen eine Lieferung entschieden.

Im verarmten Nordkorea hungert die Bevölkerung, während das Militär nach Schätzungen des US-Außenministerium rund ein Viertel des Bruttonationaleinkommens verschlingt. Weil Nordkorea Langstreckenraketen baut und atomar aufrüstet unterliegt das Land internationalen Handelssanktionen.

Als neutraler Staat werde die Schweiz trotzdem einen Skilift liefern, habe Pjöngjang wohl angenommen, spekulierte die Zeitung „Washington Post“ vor wenigen Tagen. Denn was als Luxusgut gilt und nicht exportiert werden darf, kann Auslegungssache sein. Und tatsächlich sah es auch erst so aus als liefere ein Schweizer Unternehmen nach Nordkorea.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Wrtlbrnft

13.10.2013, 09:10 Uhr

LACHANFALL - für diesen Anfängerbuckel brauch ich doch keinen Lift. Da mach ich mir ja beim naufgehn nicht einmal die Schuhbandl zu. Buahaha

Roland

13.10.2013, 09:48 Uhr

Das Skigebiet am Masik-Pass liegt in einer Höhe von 768 -1360 m optimal für die kalten nordkoreanischen Winter. Die Hänge haben sehr unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und sollen im Endausbau 110 km Piste umfassen.
Es sind mittlerweile zwei Skilifte (ein Schlepp - und ein Sessellift) aufgebaut, die von der österreichischen Firma Doppelmayr cable cars stammen. Diese hatte in den 80er Jahren insgesamt vier Lifte nach Nordkorea geliefert, die aber an der schwer erreichbaren Nordgrenze und damit völlig falsch standen. Zwei davon wurden jetzt umgesetzt.
Das Skigebiet wird bis Ende November fertiggestellt sein und nach einem Probebetrieb dann Anfang Januar 2014 offiziell eröffnet. Es hat zunächst eine Kapazität von 5.000 Besuchern am Tag.

mmnews_de

13.10.2013, 13:53 Uhr

Was ist der Unterschied zwischen Nordkorea und dem Westen?

Nordkorea ist eine offene Diktatur der Westen eine versteckte!

Jeder der das nicht versteht, sollte im Netz nach "Schuldgeldsystem" suchen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×