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30.07.2017

13:23 Uhr

Nordkorea-Konflikt

US-Bomber überfliegen koreanische Halbinsel

Die US-Luftwaffe hat auf den Raketentest Nordkoreas reagiert. Die USA betrachten die Aktion als ernste Warnung. US-Präsident Donald Trump äußerte sich indessen enttäuscht über die Rolle Chinas.

Reaktionen auf nordkoreanische Raketentests

Trump: „China tut gar nichts. Und könnte das Problem leicht lösen“

Reaktionen auf nordkoreanische Raketentests: Trump: „China tut gar nichts. Und könnte das Problem leicht lösen“

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Seoul/WashingtonNach dem erneuten Test einer nordkoreanischen Interkontinentalrakete haben die USA am Sonntag in der Region Stärke demonstriert. Die US-Luftwaffe überflog nach eigenen Angaben mit zwei Bombern die koreanische Halbinsel. Ihnen schlossen sich Kampfflugzeuge aus Japan und Südkorea an.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich enttäuscht über die Rolle Chinas, dem einzig wichtigen Verbündeten des isolierten Staates. "China könnte das Problem leicht lösen", schrieb er in einer Twitter-Nachricht ungeachtet der Distanzierung Chinas von dem nordkoreanischen Vorgehen.

Die Führung in Pjöngjang hatte am Freitag eine Rakete getestet, die Experten zufolge auch Städte an der US-Westküste wie Los Angeles erreichen könnte. Die Aktion stieß international auf Kritik.

Trump, Nordkorea und Raketen – eine Chronik

28. Januar

Experten berichten, dass Nordkorea den umstrittenen Atomreaktor in Yongbyon wieder in Betrieb genommen habe.

Quelle: dpa

12. Februar

Pjöngjang testet eine ballistische Mittel-Langstreckenrakete. Bei Tausenden Kilometern Reichweite könnte sie einen Atomsprengkopf transportieren. Zur gleichen Zeit besucht der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe Trump in Washington.

1. März

Die USA und Südkorea beginnen ihre jährlichen gemeinsamen Militärübungen, die bis zum 30. April dauern sollen.

6. März

Nordkorea feuert vier ballistische Raketen ab – drei davon seien erst in der 200-Seemeilen-Zone vor Japan ins Meer gestürzt, heißt es aus Tokio. Nach Angaben nordkoreanischer Staatsmedien richtet sich die Übung gegen US-Stützpunkte in Japan.

7. März

Die US-Streitkräfte teilen mit, dass mit der umstrittenen Stationierung eines neuen Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen worden sei. Die ersten Elemente des Systems seien eingetroffen.

16.-19. März

Auf seiner Reise nach Japan, Südkorea und China erklärt US-Außenminister Rex Tillerson die bisherige „Politik der strategischen Geduld“ gegenüber Pjöngjang als gescheitert. Zwar sagt er, das Land müsse sich vor den USA „nicht fürchten“, schließt aber ein militärisches Vorgehen prinzipiell nicht aus. Die USA wollten in dem Konflikt enger mit China zusammenarbeiten.

22. März

Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilt mit, dass dem nördlichen Nachbarn offensichtlich ein neuerlicher Raketentest misslungen sei. Nach Angaben von US-Medien scheint die Rakete „innerhalb von Sekunden nach dem Start explodiert zu sein“.

2. April

Trump kündigt in einem Interview der „Financial Times“ an, Nordkoreas Atomwaffenprogramm notfalls im Alleingang zu stoppen.

6. April

Beim Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in den USA erklären beide Seiten, dass das nordkoreanische Atomprogramm ein „ernstes Stadium“ erreicht habe.

10. April

China und Südkorea kündigen bei weiteren Raketen- und Atomtests Nordkoreas neue Sanktionen an. Gleichzeitig droht Pjöngjang den USA wegen der Entsendung von Kriegsschiffen mit „härtesten Gegenmaßnahmen“. Die Volksrepublik sei für jede Art von Krieg bereit.

11. Aprl

Trump fordert China auf, seinen Einfluss auf Nordkorea geltend zu machen. „Andernfalls lösen wir das Problem ohne sie.“ Tags darauf lobt er China dafür, Schiffe mit Kohlelieferungen aus Nordkorea zurückgeschickt zu haben. Dies sei ein „großer Schritt“.

16. April

Von Entspannung keine Spur: Kurz vor der Ankunft von US-Vizepräsident Pence in Südkorea schießt Pjöngjang eine Rakete in den Himmel. Da sich Kim Jong-un von Drohungen unbeeindruckt zeigt, ist ein amerikanischer Schlag gegen Nordkoreas Atomanlagen nicht mehr undenkbar.

20. April

Die Anspannung zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten spitzt erneut sich zu. Während US-Außenminister Rex Tillerson gegen das Atom- und Raketenprogramm vorgehen will, spricht Nordkorea eine letzte Warnung aus und demonstriert in einer Videosimulation anlässlich der Geburtstagsfeier des Staatsgründers Kim Il-sung die Vernichtung der USA durch nordkoreanische Atombomben.
Kurz nach den Kriegsdrohungen ist in Pjöngjang ein US-Bürger in Gewahrsam genommen worden.

Die Flüge der Bomber vom Typ B-1B seien eine direkte Antwort auf den Raketentest, erklärte die US-Luftwaffe. Nordkorea sei nach wie vor die größte Bedrohung für die Stabilität in der Region. Der zuständige US-Befehlshaber General Terrence J. O'Shaughnessy erklärte: "Wenn wir gerufen werden, sind wir bereit, schnell, tödlich und mit überwältigender Schlagkraft zu reagieren."

Neue Raketen könnten USA erreichen: Nordkorea auf dem Weg nach Washington

Neue Raketen könnten USA erreichen

Nordkorea auf dem Weg nach Washington

Nordkoreas Führer Kim Jong Un hat erneut den Test einer Langstreckenrakete befohlen. Experten schätzen, dass die Rakete unter Umständen sogar Washington erreichen könnte. Der US-Generalstab nimmt das ernst.

Die nordkoreanische Führung bestätigte am Samstag den Abschuss der Rakete vom Typ Hwasong-14. Der Test sei erfolgreich verlaufen. Staatschef Kim Jong Un sprach laut staatlicher Nachrichtenagentur KCNA von einer "ernsten Warnung" an die USA.

Der Test habe die Fähigkeiten Nordkoreas demonstriert, überall und jederzeit zuschlagen zu können, sagte Staatchef Kim. Das gesamte Gebiet der USA könne erreicht werden, sollten die USA versuchen, Nordkorea anzugreifen. Die Rakete erreichte dem KCNA-Bericht zufolge eine Höhe von mehr als 3700 Kilometern. Der Flug habe gut 47 Minuten gedauert, dann sei das Geschoss in knapp 1000 Kilometer Entfernung vor der Ostküste der koreanischen Halbinsel ins Meer gestürzt.

Kommentare (1)

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Herr Eric Boule

01.08.2017, 16:39 Uhr

Es ist hoechste Zeit das die politische Situation auf der koreanischen Halbinsel sich normalisiert.Die Bedingungen sind gut,die suedkoreanische Presidentin geht weg,in USA gibt es Trump,der aus praktischen Gruenden,nicht wie sein Vorgaeger Obama interessiert ist eine Kriegssituation zu bestaendigen.ParkGeunHye hat ueber Jahre,mit Hilfe von USA, Konfrontationen NordKorea gegenueber provoziert i/d Hoffnung davon politisch profitieren zu koennen.Grosse Tiele ihres Volkes hat das ueberhaupt nicht gefallen und jetzt ist die Schamanin der Ausloeser ihrer Abloesung.Obama sicherte Südkorea Beistand zu gegen die Gefahr welche von USA+Suedkorea zusammen hervorgerufen wurde.

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