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20.11.2014

08:32 Uhr

Nordkorea lässt die Säbel rasseln

Atomtests als Antwort auf Uno-Resolution

Nordkorea ist empört: Die Uno-Sicherheitsrat will das Land wegen Menschenrechtsverletzungen in Den Haag belangen. Pjöngang droht mit Atomtests und will seine Kampffähigkeit nun auf „unbegrenzte Weise“ verstärken.

Eine UN-Resolution zur Menschrechtslage im Land hat Nordkorea erzürnt. Das Land droht mit neuen Atomtests. dpa

Eine UN-Resolution zur Menschrechtslage im Land hat Nordkorea erzürnt. Das Land droht mit neuen Atomtests.

SeoulDas kommunistische Nordkorea hat nach den jüngsten internationalen Vorwürfen gravierender Menschenrechtsverstöße mit einem neuen Atomtest gedroht. Pjöngjang werde seine Kampffähigkeit auf „unbegrenzte Weise“ verstärken, um sich den Anfeindungen der USA entgegenzustellen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Donnerstag im Staatsfernsehen. Auch vor einem vierten Atomtest könne man „nicht länger zurückschrecken“.

Letztere Drohung hatte bereits der Berater des Außenministeriums für Uno- und Menschenrechtsfragen, Choe Myong Nam, bei den Vereinten Nationen in New York ausgesprochen. Die EU und Japan hatten den jüngsten Resolutionsentwurf mit der Unterstützung 62 weiterer Staaten eingebracht, das Uno-Komitee für Menschenrechte einigte sich am Dienstag schließlich auf eine nicht bindende Resolution.

Der Sicherheitsrat wird darin aufgefordert wird, sich wegen der Menschenrechtslage in Nordkorea an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu wenden. In dem Papier wird zu gezielten Sanktionen aufgerufen. Diese könnten auch Staatschef Kim Jong Un treffen.

Die Billigung der Resolution bezeichnete das Außenministerium in Pjöngjang am Donnerstag als „schwerwiegende politische Provokation“, die von den USA orchestriert worden sei. Tatsächlich wurde der Entwurf von der Europäischen Union und Japan eingebracht.

Allerdings halten es Experten für unwahrscheinlich, dass Nordkorea seine Drohung eines weiteren Atomtests wahr macht, da dies nur weitere internationale Kritik hervorrufen und die Bemühungen um Investitionen ausländischer Unternehmen und eine Belebung der maroden Wirtschaft untergraben würde. Nordkorea hatte seit 2006 drei Atomtests unternommen, auf die der Uno-Sicherheitsrat jeweils mit der Verschärfung der Sanktionen gegen das Land reagierte.

Kommentare (1)

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Frau Margrit Steer

20.11.2014, 15:05 Uhr

Man muß wirlich mittlerweile fragen, was wollen all diese westlichen Organe?
Haben die Langeweile? Wollen Sie deshalb überall Krieg anzetteln?

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