Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2017

02:23 Uhr

Nordkorea

Pjöngjang hat erneut Interkontinentalrakete abgefeuert

Nordkorea hat erneut eine Interkontinentalrakete getestet. Das Geschoss stürzte nach 45-minütigem Flug innerhalb der japanischen 200-Meilen-Zone ins Meer. US-Präsident Donald Trump verkündete, er werde die Verbündeten in der Region schützen.

Das isolierte Land unter der Herrschaft von Kim Jong Un soll erneut eine Rakete abgefeuert haben. dpa

Nordkorea

Das isolierte Land unter der Herrschaft von Kim Jong Un soll erneut eine Rakete abgefeuert haben.

Washington/SeoulNordkorea hat nach US-Angaben abermals eine Interkontinentalrakete getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen. Das Geschoss sei innerhalb der 200-Meilen-Zone Japans ins Meer gestürzt, rund 170 Kilometer von der Insel Hokkaido entfernt, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Freitag. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Der Test zeige eindeutig, „dass die Bedrohung für unsere Nation ernst und real ist“, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe. Sein Kabinettschef Yoshihide Suga sagte, die Rakete sei rund 45 Minuten lang geflogen. Der Test sei nicht hinnehmbar und ein klarer Verstoß gegen die UN-Resolutionen. Nach Angaben der USA und des südkoreanischen Militärs flog die Rakete mehr als 1000 Kilometer weit und erreichte eine Höhe von rund 3700 Kilometern. Sie sei weiter entwickelt als die Rakete, die Nordkorea am 4. Juli getestet habe, teilte das südkoreanische Militär mit.

Nach dessen Angaben wurde die Rakete kurz vor Mitternacht gestartet. Sie sei in der nordkoreanischen Provinz Jangang abgefeuert worden und vor der Ostküste der koreanischen Halbinsel ins Meer gestürzt. Südkoreas Präsident Moon Jae In und Abe beriefen jeweils ihren Nationalen Sicherheitsrat zu einer Sitzung ein.

Warnung an die USA: Nordkorea droht mit „mächtigem Atomhammer“

Warnung an die USA

Nordkorea droht mit „mächtigem Atomhammer“

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen erneut zu. Nordkorea droht den USA in martialischen Worten mit einem Atomschlag, sollten die Amerikaner einen Regierungswechsel in Pjöngjang anstreben.

Nordkorea hat wiederholt Raketen getestet und damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen (UN) verstoßen. UN-Sanktionen verbieten es Nordkorea, Raketen zu entwickeln oder zu testen. Dennoch hat die Führung in Pjöngjang vor allem seit Anfang vergangenen Jahres zahlreiche Raketen in bislang nie dagewesener rascher Folge getestet. Auch zwei der insgesamt fünf Atomtests fanden in diesem Zeitraum statt. Experten zufolge ist Nordkorea allerdings noch Jahre davon entfernt, eine Interkontinentalrakete mit einem atomaren Sprengkopf bestücken zu können.

Zuletzt hatte Nordkorea kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg mit einem Raketentest den Konflikt mit der internationalen Gemeinschaft angeheizt. Nach Angaben des Staatsfernsehens wurde am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, erstmals eine Interkontinentalrakete erfolgreich getestet. US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Raketentest als „rücksichtlose und gefährliche Aktion“ bezeichnet. Nordkoreas Streben nach Interkontinentalraketen isoliere das Regime weiter, schwäche seine Wirtschaft und schade seinem Volk, sagte Trump am Freitag. „Die Vereinigten Staaten werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um die Sicherheit des amerikanischen Vaterlands zu gewährleisten und unsere Verbündeten in der Region zu schützen“, sagte er.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Spiegel

28.07.2017, 18:32 Uhr

Das man veralbert wird ist normal, nur eine Frage, woher haben diese Hungerleider
die Technik für die Raketen ? Das Zeug bauen die doch nicht selbst. Woher bekommt der Freiheitskämpfer Kim die Ausrüstung.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×