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18.05.2015

10:48 Uhr

Nordkorea

USA drohen Kim Jong Un mit neuen Sanktionen

Die USA werfen Nordkorea Verstöße gegen internationales Recht vor. Außenminister John Kerry warnt davor, sich der Illusion hinzugeben, Nordkorea könne im Streit um sein Atomprogramm einlenken.

US-Außenminister John Kerry war am Sonntag nach Gesprächen in China zu einem zweitägigen Besuch nach Südkorea gereist. ap

USA

US-Außenminister John Kerry war am Sonntag nach Gesprächen in China zu einem zweitägigen Besuch nach Südkorea gereist.

SeoulDie USA wollen im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm den Druck auf Pjöngjang erhöhen. Nordkorea sei „die größte Sicherheitsgefahr“ für die Region, sagte US-Außenminister John Kerry am Montag bei einem Besuch in Südkorea. Beim Sicherheits- und Wirtschaftsdialog mit China im Juni in Washington würden die USA auch spezifische Schritte gegen Pjöngjang besprechen.

Dem nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un warf Kerry vor, jedes Angebot der USA, Russlands, Chinas oder Südkoreas auszuschlagen, ihm die Hand zu reichen. „Wir reden über stärkeren Druck und Sanktionen sowie andere Maßnahmen, um ihm (Kim) zu verdeutlichen, dass er sich auf einem sehr gefährlichen Pfad befindet“, sagte Kerry nach Treffen mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung Se und Präsidentin Park Geun Hye in Seoul.

Zugleich bekräftigte Kerry das Angebot für bessere Beziehungen mit dem kommunistischen Regime in Pjöngjang. Dazu müsse das Land allerdings seine internationalen Verpflichtungen zur Denuklearisierung erfüllen. „Bis heute ist klar, dass Nordkorea diesen Standards nicht einmal nahe gekommen ist.“

Diese Termine werden dieses Jahr für die US-Wirtschaft noch wichtig

9. Januar

Erste Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen des Jahres.

30. Januar

Das Handelsministerium veröffentlicht die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

3. Februar

Die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Janet Yellen, feiert ihr erstes Amtsjubiläum.

15. März

Bis dahin muss der Kongress die selbstgesteckte Schuldengrenze der USA erhöhen oder für einen weiteren Zeitraum aussetzen, damit die Regierung weiter ihre Rechnungen bezahlen kann.

27. März

Dritte und letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums für das Gesamtjahr 2014.

17. April

Letzte Bekanntgabe der Inflationsrate vor einer möglicherweise entscheidenden Zinssitzung der Fed.

30. April

Die Fed könnte bei der Sitzung ihres Offenmarktausschusses die erste Zinserhöhungen seit 2006 ankündigen.

3. Juni

Die Regierung legt die US-Außenhandelsbilanz für 2014 vor.

Ende August

Notenbanker aus aller Welt ziehen sich zu einem Gedankenaustausch im amerikanischen Jackson Hole (Wyoming) zurück.

4. Dezember

Letzte Vorlage der US-Arbeitslosenzahlen in diesem Jahr

22. Dezember

Letzte Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im Jahr 2015

Den Start einer nordkoreanischen Rakete von einem U-Boot in diesem Monat nannte Kerry ein „weiteres Element der Provokation“. Damit verstoße Pjöngjang gegen UN-Resolutionen, sagte Kerry. Diese verbieten Nordkorea den Start ballistischer Raketen. Nordkoreas staatliche Medien hatten am 9. Mai berichtet, dass das Land erstmals von einem U-Boot aus erfolgreich eine ballistische Rakete (SLBM) abgefeuert habe.

Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, einen Angriff vorzubereiten. Zwischen 2006 und 2013 hat Nordkorea drei Atomtests unternommen.

Unter Hinweis auf südkoreanische Berichte über die Hinrichtung des nordkoreanischen Verteidigungsministers Hyon Yong Chol Ende April sagte Kerry, das sei Teil einer „grotesken, grausigen, entsetzlichen öffentlichen Demonstration von Exekutionen nach Lust und Laune“. Hyon soll wegen Ungehorsams hingerichtet worden sein. Von Nordkorea gab es dafür keine Bestätigung.

Kerry war am Sonntag nach Gesprächen in China zu einem zweitägigen Besuch nach Südkorea gereist.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Josef Schmidt

18.05.2015, 16:06 Uhr

USA verweisen auf internationales Recht ? Wow !!!

Unsere demokratischen NATO Presse ist mal wieder keine Meldung Wert dass in Japan Zehntausende gegen US Militärbasen auf Okinawa protestieren. Nach dem 2. Weltkrieg haben anscheinend ca. 50000 Soldaten einfach vergessen nach Hause zu gehen. So ist es auch allen anderen Länder nach dem WK2 gegangen. Die USA sind als "Beschützer" überall geblieben um es nicht anders auszudrücken.

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