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01.01.2012

11:16 Uhr

Nordkorea

Volk soll Kim Jong Un „bis zum Tod“ schützen

Die Partei, die Armee und das gesamte Volk sollen ein „menschliches Bollwerk und Schilde zur Verteidigung“ ihres Anführers sein. Hoffnungen auf einen Kurswechsel in Nordkorea erteilte das Regime erneut eine klare Absage.

Kim Jong Un: Neuer Oberbefehlshaber der Armee. dapd

Kim Jong Un: Neuer Oberbefehlshaber der Armee.

SeoulNach der Ernennung Kim Jong Uns zum Oberbefehlshaber der Armee hat Nordkorea das neue Jahr mit einem Aufruf zur absoluten Gefolgschaft des Sohns und Nachfolgers von Ex-Diktator Kim Jong Il begonnen. Die Partei, die Armee und das gesamte Volk sollten von der Überzeugung geleitet sein, „menschliche Bollwerke und Schilde zur Verteidigung Kim Jong Uns bis zum Tod“ zu werden. Der Aufruf stand am Sonntag in einem Neujahrsleitartikel der offiziellen Zeitungen des kommunistischen Landes.

2012 solle zudem eine neue Ära des Wohlstands für Nordkorea bringen. Der gemeinsame Leitartikel gab das Motto aus: „Preist 2012 als Jahr des stolzen Sieges, ein Jahr, wenn eine Ära des Wohlstands sich entfaltet.“ Allerdings räumte das Land erneut erhebliche Probleme zur Ernährung der eigenen Bevölkerung ein. Das Ernährungsproblem sei „ein brennendes Problem beim Aufbau eines blühenden Landes“.

Das Regime in Pjöngjang bekräftigte zudem, die Politik des gestorbenen langjährigen Alleinherrschers Kim Jong Il fortsetzen zu wollen. Hoffnungen auf einen Kurswechsel erteilte es damit erneut eine Absage.

Die Streitkräfte des Landes sollen gestärkt werden, hieß es weiter. Das Atomwaffenprogramm wurde dabei jedoch nicht erwähnt. Einen Tag zuvor hatten die staatlichen Medien berichtet, dass das Politbüro der herrschenden Arbeiterpartei dem erst knapp 30-jährigen Kim Jong Un am Freitag auch offiziell den Oberbefehl über die Volksarmee übertragen hatte. Kim Jong Il, der nach offizieller Darstellung am 17. Dezember infolge eines Herzinfarkts gestorben war, hatte seinen jüngsten Sohn als Nachfolger aufgebaut.

Von

dpa

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