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05.08.2015

18:36 Uhr

Not-Kredite für griechische Banken

ELA-Hilfen bleiben vorerst unverändert

Die ELA-Hilfen für die griechischen Banken werden zwei weitere Wochen lang nicht verändert, auch beantragte die griechische Notenbank bei der EZB keine Erhöhung. Das Kreditlimit bleibt damit bei 90,5 Milliarden Euro.

Die Europäische Zentralbank belässt ihre Notkredite für die griechischen Banken auf dem bisherigen Niveau. dpa

ELA-Hilöfen werden nicht erhöht

Die Europäische Zentralbank belässt ihre Notkredite für die griechischen Banken auf dem bisherigen Niveau.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank (EZB) hat das Volumen der Notkredite für griechische Banken nicht weiter erhöht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch von einer mit der Sache vertrauten Person. Demnach beantragte die griechische Notenbank auch keine weitere Erhöhung. Auch in den kommenden zwei Wochen werde der Kreditrahmen nicht erweitert.

Zuletzt war das Kreditlimit für die sogenannten ELA-Hilfen nach Medienberichten am 22. Juli um eine Milliarde Euro auf 90,5 Milliarden Euro erhöht worden. Am 29. Juli erfolgte keine Anhebung.

Mit den Notfallkrediten sorgt die EZB seit geraumer Zeit dafür, dass die griechischen Banken zahlungsfähig bleiben. Bis Ende Juni hatte die EZB die Nothilfe für die Institute immer wieder erhöht, um einen Engpass zu vermeiden. Danach gewährte die Zentralbank keine weiteren Kredite mehr, forderte aber auch keine zurück.

ELA und die griechischen Banken

Was heißt „ELA“?

Ela steht für „Emergency Liquidity Assistance“, also Notfall-Liquditätshilfe.

Wer vergibt die Kredithilfen?

Die Hilfe wird nicht von der EZB direkt, sondern von der jeweiligen nationalen Notenbank vergeben, die auch für mögliche Verluste haftet. Der EZB-Rat muss der Gewährung aber zustimmen.

Welche Regeln gelten?

Streng genommen dürfen Ela-Kredite nur an Banken vergeben werden, die nur einen vorübergehenden finanziellen Engpass haben. Grundsätzlich müssen die Geldhäuser aber solide aufgestellt, also solvent sein. Kritiker bezweifeln, dass dies auf griechische Banken noch zutrifft.

Wie wichtig sind die Hilfen für griechische Banken?

Sollte die EZB die Ela-Hilfen einstellen, müssten die griechischen Banken die bereits gewährten Milliarden relativ schnell zurückzahlen - was sie faktisch nicht können. Seit Monaten hängen die Hellas-Banken am Ela-Tropf: Von der üblichen Versorgung mit frischem Zentralbankgeld sind sie überwiegend abgeschnitten. Denn ein Großteil ihrer Sicherheiten - griechische Staatsanleihen - werden von der EZB zurzeit nicht als Pfand akzeptiert, weil sie zu schlecht bewertet sind.

Nach der Grundsatzeinigung der Staats- und Regierungschefs der Eurozone auf ein drittes Hilfspaket für Griechenland stockte die EZB den Kreditrahmen Mitte Juli dann erstmals wieder um 900 Millionen Euro auf.

Von

afp

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