Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.09.2014

09:24 Uhr

Notfall-Einsatz

Uno gründen Sondereinheit gegen Ebola

Eine „weltweite Gefahr für Frieden und Sicherheit“: Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon warnt vor der Ebola-Epidemie. Die Vereinten Nationen wollen die Mission „Unmeer“ ausbauen und so die Krankheit bekämpfen.

Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon warnt vor den Gefahren der Ebola-Epidemie in Westafrika. AFP

Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon warnt vor den Gefahren der Ebola-Epidemie in Westafrika.

New York/ConakryDie Vereinten Nationen haben im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika eine Sondereinheit gegründet. Die Uno-Mission für einen Notfall-Einsatz gegen Ebola (Unmeer) werde Helfer, Hilfsgüter und Gelder schnell zusammentragen, kündigte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon am Donnerstag vor dem UN-Sicherheitsrat an. Dieser erklärte die Seuche zu einer „weltweiten Gefahr für Frieden und Sicherheit“. Die Generalsekretärin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, warnte während der Sitzung, das exponentielle Wachstum der Fallzahl bringe die betroffenen Staaten an den Rand des Zusammenbruchs. Die Entwicklung sei inzwischen beispiellos. „Inzwischen entwickelt sich alles schneller als jemals zuvor.“

Unmeer soll auch Helfer in die drei am schwersten betroffenen Staaten – Liberia, Sierra Leone und Guinea – entsenden. Der Einsatz werde fünf Prioritäten haben, sagte Ban: Den Ausbruch stoppen, die Erkrankten behandeln, die Grundversorgung sichern, die Stabilität gewährleisten und weitere Ausbrüche verhindern. Der Sicherheitsrat forderte die Staatengemeinschaft auf, wegen Ebola verhängte Reisebeschränkungen aufzuheben. Diese isolierten die betroffenen Länder nur noch stärker und stünden ihren Bemühungen im Kampf gegen die Krankheit im Weg.

Ebola-Epidemie in Sierra Leone

Drei Tage Ausgangssperre für gesamte Bevölkerung

Ebola-Epidemie in Sierra Leone: Drei Tage Ausgangssperre für gesamte Bevölkerung

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Unterdessen wurden in Guinea die Leichen von acht Mitgliedern einer Gruppe gefunden, die Ebola-Aufklärung im abgelegenen Südosten des Landes betreiben wollten. Die Toten seien in der Latrine eines Dorfes gefunden worden, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur Reuters. „Drei von ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten.“

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×