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22.11.2016

11:26 Uhr

NS-Vergleich

Erdogan hält an Vergleich Hitlers mit Israels Politik fest

Erdogan hält an seinem Vergleich der Politik des NS-Führers Adolf Hitler mit der Gaza-Politik des jüdischen Staates fest. Der türkische Ministerpräsident wirft Israel ein barbarisches Vorgehen im Gazastreifen vor.

„Ich bin nicht einverstanden damit, was Hitler getan hat, und ich bin nicht einverstanden damit, was Israel in Gaza getan hat“, sagte Erdogan bei einem Interview AP

Recep Tayyip Erdogan

„Ich bin nicht einverstanden damit, was Hitler getan hat, und ich bin nicht einverstanden damit, was Israel in Gaza getan hat“, sagte Erdogan bei einem Interview

JerusalemDer türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hält trotz der Aussöhnung mit Israel an seinem Vergleich der Politik des NS-Führers Adolf Hitler mit der Gaza-Politik des jüdischen Staates fest. „Ich bin nicht einverstanden damit, was Hitler getan hat, und ich bin nicht einverstanden damit, was Israel in Gaza getan hat“, sagte Erdogan bei einem Interview des Zweiten Israelischen Fernsehens am Montagabend. „Es ist nicht angebracht zu vergleichen, was barbarischer war.“

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Erdogan bezog sich auf Israels letzten Krieg mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas im Sommer 2014. Während 50-tägiger Kämpfe wurden 2250 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet. Erdogan hatte Israel damals einen Völkermord vorgeworfen und gesagt, das Vorgehen sei barbarischer als das der Nazis. Die israelischen Journalistin fragte in dem Interview, ob er diesen Vergleich inzwischen bedauere, Erdogan wollte sich jedoch nicht davon distanzieren.

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Erdogan sagte zudem, er sehe die radikal-islamische Hamas nicht als Terrororganisation, sondern als politische Bewegung. Ohne Beteiligung der Hamas sei eine Friedensregelung in der Region nicht möglich.

Es war 2010 zum Bruch zwischen den ehemals engen Bündnispartnern Israel und der Türkei gekommen. Bei der Erstürmung eines Gaza-Solidaritätsschiffs durch die israelische Marine waren damals zehn Türken tödlich verletzt worden. Erst vor wenigen Tagen tauschten beide Staaten wieder Botschafter aus.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Uwe Baden

22.11.2016, 12:40 Uhr

er sollte erst aml vor der eigenen Haustür kehren...

Von aussen sieht es in der Türkei derzeit nicht besser aus.
Machtergreifung, Jurdenverfolgung ... nein, Verzeichung, Kurdenverfolgung, Folter.

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