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25.10.2013

12:30 Uhr

NSA-Affäre

Merkel und Hollande als Aufklärer

Immer neue Enthüllungen zu den Machenschaften der NSA: Der US-Geheimdienst soll nicht nur die Kanzlerin, sondern viele andere internationale Top-Politiker ausspioniert haben. Die Europäer wollen Aufklärung.

Gemeinsam stark: Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande sollen bei US-Präsident Barack Obama Druck machen. Reuters

Gemeinsam stark: Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande sollen bei US-Präsident Barack Obama Druck machen.

Berlin/Brüssel/LondonEuropa rückt bei der Aufklärung der NSA-Affäre zusammen: Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande sollen bei US-Präsident Barack Obama Druck machen. Berlin und Paris wollen von ihm erfahren, was der US-Geheimdienst NSA treibt. Dieser überwachte laut Medien die Telefone von 35 internationalen Top-Politikern, darunter Merkel. Eine Spezialeinheit könnte von der US-Botschaft am Brandenburger Tor aus die Überwachung der Kanzlerin gesteuert haben. Nach dem Lauschangriff auf Merkels Handy wollen Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen jetzt über mehr Datenschutz reden. Die Grünen forderten Asyl für NSA-Enthüller Edward Snowden, der in Russland sitzt.

Merkel und Hollande sollen beim Dezember-Gipfel der EU über die künftige Zusammenarbeit der Geheimdienste Bericht erstatten. Der deutsch-französischen Initiative könnten sich andere Länder anschließen, sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Freitagmorgen in Brüssel. Merkel schickte eine klare Botschaft an Obama: „Misstrauen erschwert die gemeinsame Arbeit.“ Man müsse mit den USA gerade beim Datenschutz eine neue Basis finden: „Für die Zukunft muss etwas verändert werden und zwar gravierend“, sagte sie.

Eine Unterbrechung der Gespräche über ein Freihandelsabkommen mit den USA sei beim EU-Gipfel nicht gefordert worden, stellte Merkel klar. Für die vom Europaparlament verlangte Aussetzung der Weitergabe verdächtiger Bankdaten an die Amerikaner zeigte die deutsche Regierungschefin „gewisses Verständnis“. Dies müsse aber unter Sicherheitsaspekten genau abgewogen werden.

Der britische „Guardian“ schrieb unter Berufung auf Snowden-Unterlagen, dass die NSA die Telefon-Kommunikation von 35 Top-Politikern überwachte. Das NSA-Dokument stamme aus dem Jahr 2006. Namen seien darin nicht genannt. Insgesamt habe ein US-Beamter 200 Nummern dem Abhördienst übergeben.

Kommentare (5)

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www_compact-magazin_com

25.10.2013, 13:16 Uhr

Merkel als Aufklärer???

Falls jemand sich den Allmachtbestrebungen aus Washington widersetzt, dann ganz bestimmt nicht die vom CIA handverlesene deutsche Regierung.

Das ist absolut lächerlich.
Das Medientheater wird auf Anweisung des Pentagon nur veranstaltet, um unter den deutschen Schlafschafen den Eindruck zu vermitteln, Deutschland hätte tatsächlich eine von den USA unabhängige Regierung.

Sind Politiker nur Marionetten der Geheimdienste?

Wer regiert eigentlich die Welt?

Sind es die Politikdarsteller oder sind es die Geheimdienste?

Wir leben in einem NSA Big-Brother-Polizeistaat, und das nicht zufällig!

Die NSA/CIA-Schattenregierung achtet kein Gesetz und respektiert niemanden.

Es ist eine außer Kontrolle geratene Mafia von Schurken, die Regierungsposten übernommen hat.

Persönliche Freiheiten werden unter dem Vorwand der selbst initiierten Terrorgefahr zerschlagen.

www_mmnews_de

25.10.2013, 13:21 Uhr

USA überwachten 35 Staats- und Regierungschefs!!!

Die USA sollen nach Informationen der britischen Tageszeitung "The Guardian" die Telefongespräche von 35 Staats- und Regierungschefs rund um den Globus überwacht haben.

Die Zeitung beruft sich dabei erneut auf Dokumente des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden.

Mazi

25.10.2013, 14:45 Uhr

Was hat Frau Merkel Herrn Hollande gesagt?

N-TV meldet:
US-Experte: Merkel wusste Bescheid

Hat der US-Expert gelogen oder hat Frau Merkel Herrn Hollande wirklich die Wahrheit gesagt oder ihn auch angelogen?

Die Nummer ist zu groß geworden, als dass dies mit Baueropfern geregelt werden könnte.

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