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17.02.2012

15:47 Uhr

Nun auch noch Cameron

Die mächtigen Wahlkampfhelfer des Monsieur Sarkozy

Erst Kanzlerin Merkel, jetzt Großbritanniens Premier Cameron: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy freut sich über einen neuen prominenten Wahlkampfhelfer aus dem Ausland. Er selbst setzt auf wüste Beschimpfungen.

Großbritanniens Premier David Cameron (l.) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy: mächtige Unterstützer aus dem Ausland. Reuters

Großbritanniens Premier David Cameron (l.) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy: mächtige Unterstützer aus dem Ausland.

ParisNach Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt nun auch Großbritanniens Premierminister David Cameron Nicolas Sarkozy Schützenhilfe im französischen Präsidentschaftswahlkampf. „Ich bewundere die Führungsstärke und den Mut von Nicolas Sarkozy. Ich denke, er hat enorm viele Dinge für sein Land getan“, sagte Cameron am Freitag bei einem französisch-britischen Gipfeltreffen in Paris. Er wünsche seinem Freund alles Gute für die bevorstehende Schlacht. „Die Unterstützung von David Cameron tut gut“, bedankte sich Sarkozy (57), der in Wahlumfragen deutlich hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande liegt. Dies gelte besonders für die aktuelle Situation.

Dass Frankreich ein erbitterter Wahlkampf erwartet, hatte Sarkozy bei seinem ersten Kampagnenaufritt am Vorabend deutlich gemacht. Vor mehreren Tausend Anhängern beschimpfte er seinen gefährlichsten Herausforderer Hollande als Lügner. „Wer der englischen Presse erzählt, er sei liberal und dann den Franzosen erklärt, die Finanzmärkte seien der Feind, der lügt“, sagte Sarkozy in Anspielung auf ein Interview Hollandes im britischen „Guardian“. Dieser bezichtigte Sarkozy daraufhin der „Fälschung, Karikatur und Manipulation“. Er werde sich nicht auf dieses Niveau begeben, sagte der 57-Jährige.

Im Gegensatz zu Cameron will Bundeskanzlerin Merkel den französischen Präsidenten sogar mit einem oder mehreren gemeinsamen Wahlkampfauftritten unterstützen. „Ich unterstütze Sarkozy in jeder Façon, weil wir einfach zu befreundeten Parteien gehören – egal was er tut“, hatte die CDU-Vorsitzende Anfang Februar bei einem Besuch in Paris erklärt.

Sarkozy kämpft um zweite Amtszeit

Video: Sarkozy kämpft um zweite Amtszeit

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dpa

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