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27.06.2013

04:26 Uhr

Obama überdenkt Reisepläne

Nelson Mandela muss künstlich beatmet werden

Nelson Mandela geht es immer schlechter: Laut Zeitungsbericht wird der schwer kranke Ex-Präsident von Südafrika mittlerweile künstlich beatmet. Über ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte entscheidet seine Familie.

Vor dem Krankenhaus bringen die Menschen Bilder und Genesungswünsche an. dpa

Vor dem Krankenhaus bringen die Menschen Bilder und Genesungswünsche an.

PretoriaNelson Mandela ringt weiter mit dem Tod. Der Zustand des 94-jährigen Freiheitshelden sei unverändert kritisch, ließ der südafrikanische Präsident Jacob Zuma am Mittwochabend nach einem Besuch am Krankenbett mitteilen. Angesichts der Lage sagte Zuma eine für diesen Donnerstag geplante Auslandsreise ab. Der drohende Tod des Friedensnobelpreisträger überschattet auch die Afrikareise von US-Präsident Barack Obama, der am Mittwochabend im Senegal eintraf.

Zuma „wurde von den Ärzten unterrichtet, die nach wie vor alles ihnen Mögliche tun, um sein (Mandelas) Wohlergehen sicherzustellen“, sagte ein Regierungssprecher in Pretoria. Zuma werde deshalb nicht wie geplant nach Mosambik reisen, wo er eigentlich am Donnerstag an einem Regionalgipfel teilnehmen wollte.

Wie Mitglieder der Mandela-Familie bereits zuvor mitgeteilt hatten, wird der 94-Jährige inzwischen künstlich beatmet. Wegen Nierenversagens sei auch alle drei Stunden eine Dialyse notwendig. Die Ärzte hätten der Familie angeboten, über die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte zu entscheiden, meldete die Zeitung „The Citizen“ ebenfalls unter Berufung auf Angehörige.

Südafrikas Ex-Präsident: Mandelas Zustand weiter verschlechtert

Südafrikas Ex-Präsident

Mandelas Zustand weiter verschlechtert

Die schwere Lungenentzündung macht Nelson Mandela weiterhin zu schaffen. Sein Gesundheitszustand hat sich verschlechtert – Südafrika bangt weiter um seinen ersten schwarzen Präsidenten.

US-Diplomaten sind in großer Sorge, dass das minutiös geplante, dreitägige Besuchsprogramm Obamas am Kap bei einem Ableben Mandelas völlig unrealistisch werden könnte. Sollte Mandela gar bis Freitagmorgen sterben, sei die Streichung des ganzen Obama-Besuchs angesichts der dann ausgerufenen Staatstrauer denkbar, sagten westliche Diplomaten der dpa. Obama wird am Freitag in Südafrika erwartet.

Der 94-Jährige Mandela befindet sich seit dem 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung im Medi-Clinic-Heart-Krankenhaus in Pretoria. Sein Zustand hatte sich - nach vorübergehender Besserung - am Sonntag wieder verschlechtert.

Mandela hatte wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem 27 Jahre lang in Haft gesessen. 1994 wurde er erster Präsident des demokratischen Südafrikas. Er ebnete den Weg zur Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in seinem Heimatland.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

26.06.2013, 15:26 Uhr

Danke, daß dieser Mensch leben durfte.

Account gelöscht!

26.06.2013, 15:38 Uhr

94 Jahre ist der Mann alt. Da wird früher oder später der Körper den Kampf verlieren.

Ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Danke, dass dieser Mensch leben durfte.

Coza

26.06.2013, 15:44 Uhr

Glücklicherweise habe ich per Patientenverfügung Beatmung und Dialyse ausgeschlossen.
Warum muß der arme Mann noch so gequält werden und darf nicht friedlich einschlafen? Er mußte in seinem Leben schon genug ertragen.

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