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03.09.2013

19:26 Uhr

Obama und Putin

Das Treffen der Kalten Krieger

VonNils Rüdel

Syrien, Snowden, Menschenrechte: In nahezu allen drängenden Krisen liegen die USA und Russland über Kreuz. Nun werden Obama und Putin beim G20-Gipfel aufeinandertreffen. Viel zu sagen haben sie sich nicht.

Freunde? Naja, wohl eher nicht: US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin. AFP

Freunde? Naja, wohl eher nicht: US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin.

DüsseldorfEs muss eine frostige Begegnung gewesen sein, die John McCain da vor ein paar Jahren mit Russlands Präsident Wladimir Putin hatte. „Ich blickte ihm in die Augen“, sagte der US- Senator, „und ich sah drei Buchstaben: ein K, ein G und ein B“. Der KGB, der sowjetische Geheimdienst, dem Putin einst als Offizier diente, lässt auch noch 22 Jahre nach Ende des Kalten Krieges die Amerikaner erschaudern.

McCains Beschreibung trifft ganz gut das Bild, dass in den USA über Putin herrscht: Ein kalter Autokrat, der zudem alles daransetzt, Amerika zu ärgern. Tatsächlich ist das Verhältnis beider Staaten auf einem Tiefpunkt, seit Moskau dem US-Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden Asyl gewährte. Schlechte Voraussetzungen also für das mit Spannung erwartete Treffen beim G20-Gipfel am Donnerstag und Freitag in St. Petersburg: Putin empfängt US-Präsident Barack Obama.

Ob sich die beiden im Verlauf des Gipfels der wichtigsten Industriestaaten überhaupt zu einem Einzelgespräch zurückziehen werden, ist offen. Bei der letzten vergleichbaren Gelegenheit, dem G8-Treffen im Juni in Nordirland, waren entlarvende Fotos entstanden: Obama und Putin nebeneinander auf zwei Stühlen, den Blick abgewandt, schweigend und mit hängenden Mundwinkeln.

Die beiden haben sich derzeit auch nicht viel zu sagen. Und zumindest der Amerikaner macht daraus gar keinen Hehl. Zum diplomatischen Affront war es Anfang August gekommen, als Obama das für den Vortag des G20-Gipfels geplante Treffen mit Putin absagte. Stattdessen reist er für einen Tag nach Schweden. Die USA würden „eine Pause einlegen und neu bewerten, wohin Russland gehen will“, sagte Obama. „Ehrlich gesagt hat sich Russland in einer Reihe von Themen, bei denen wir vorankommen könnten, nicht bewegt“.

Zuletzt war das vor allem der Konflikt um Syrien. Die US-Regierung ist überzeugt, dass Machthaber Baschar al-Assad hinter den Giftgas-Attacken steckt, bei denen vor zwei Wochen wohl Hunderte Zivilisten ums Leben kamen. Obama will in den kommenden Tagen einen Vergeltungsschlag starten, doch Russland stellt sich im Uno-Sicherheitsrat dagegen. Putin hält seinen Verbündeten Assad für unschuldig und bremst, wo er kann.

Kommentare (32)

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RumpelstilzchenA

03.09.2013, 19:33 Uhr

Hinter den Giftgas Attacken steckt höchstwahrscheinlich der amerikanische Geheimdienst. Deshalb sind sie doch so gut informiert!

Henry

03.09.2013, 19:35 Uhr

McCain - ein Kriegstreiber wie er im Buche steht! Er soll bloß ruhig sein. Er will doch nur das die ganze Welt weiterhin mit dem maroden Dollar bezahlt, da die Amerikaner sonst richtig arbeiten müßten und sich nicht mehr am Rest der Welt schadlos bedienen könnten! PFUI!

Account gelöscht!

03.09.2013, 19:53 Uhr

Leider sagen unsere Medien nicht, dass:

die USA die angeblichen Beweise nicht der UN aushändigen, da diese Geheim sind. Somit erkennt Russland diese nicht an.

Russlands einziger Militärhafen im Mittelmeer liegt in Syrien. Syrien ist Verbündeter Moskaus und die USA provozieren den Bündnisfall

nicht nur die USA haben Kriegschiffe entsendet sondern auch Russland hat die gleiche Schlagkraft entsendet. Darüber hinaus stellt Russland und die Ukraine gerade ein Freiwilligen-Heer von 70.000 Mann für Syrien auf.

Warum erfahren wir solche Dinge nicht in den Westmedien? Will man den überraschten und angegriffenen Westen spielen, wenn Russland seiner Bündnisverpflichtung nachkommt?

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