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21.09.2013

00:03 Uhr

Obamas Klimaschutzplan

USA planen strengere Begrenzungen für neue Kraftwerke

Obama will sein Versprechen im Kampf gegen den Klimawandel endlich einlösen: Die US-Regierung legte strengere CO2-Begrenzungen für Neubauten von Gas- und Kohlekraftwerken vor. Die Energiewirtschaft reagiert mit Kritik.

Kampf gegen den Klimawandel: Die US-Umweltschutzbehörde EPA legte einen Entwurf für die Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei neuen Kraftwerken vor. ap

Kampf gegen den Klimawandel: Die US-Umweltschutzbehörde EPA legte einen Entwurf für die Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei neuen Kraftwerken vor.

WashingtonDie US-Regierung macht ernst bei Präsident Barack Obamas Versprechen im Kampf gegen den Klimawandel: Die Umweltschutzbehörde EPA legte am Freitag einen Entwurf für die Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstoßes bei neuen Kraftwerken vor. Die Regelung sei der "erste Meilenstein" bei der Umsetzung von Obamas Klimaschutzplan, erklärte die Behörde. Erstmals würden damit US-weite Emissionsstandards geschaffen.

Die Vorgaben sollen für Neubauten von Gas- und Kohlekraftwerken gelten. Die Regelung sieht vor, dass der CO2-Ausstoß künftig maximal 453 Kilogramm pro Megawattstunde bei größeren Gaskraftwerken und 499 Kilogramm bei kleineren Gaskraftwerken betragen darf. Für Kohlekraftwerke soll eine Grenze von 499 Kilogramm CO2 pro Megawattstunde gelten. Eine Megawattstunde entspricht ungefähr der Energie, die 330 Einfamilienhäuser in den USA jede Stunde verbrauchen.

Die neuen Standards stellen die Industrie vor eine große Herausforderung: Selbst die modernsten Kohlekraftwerke verschmutzen die Luft derzeit noch mit etwa 800 Kilogramm Kohlendioxid pro Megawattstunde. Kohle- und Gaskraftwerke machen zusammen rund ein Drittel aller CO2-Emissionen der USA aus.

Vor einem endgültigen Beschluss stellt die EPA das Vorhaben noch 60 Tage lang zur öffentlichen Diskussion. "Diese Standards werden die Innovation auslösen, die wir brauchen, um die nächste Generation von Kraftwerken zu bauen", erklärte EPA-Chefin Gina McCarthy. Ziel sei eine "nachhaltigere, saubere Energiewirtschaft".

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Die US-Handelskammer kritisierte, dass die Grenzwerte de facto zu einem Baustopp für neue Kohlekraftwerke führen würden. Dies werde höhere Energiepreise zur Folge haben, das Wirtschaftswachstum schwächen und Arbeitsplätze kosten. Dagegen begrüßten Umweltschutzorganisationen den Vorstoß. Die Emissionsstandards seien "ein starkes Signal, dass die Regierung ihre Befugnisse nutzen wird, um den Klimawandel anzugehen", erklärte Kevin Kennedy, der Direktor des World Resources Institute.

Obama hatte Ende Juni im Kampf gegen den Klimawandel eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen angekündigt. "Die Frage ist, ob wir den Mut aufbringen, zu handeln, bevor es zu spät ist", sagte der Präsident in einer Rede an der Universität Georgetown. Obama gab als Ziel aus, die Kohlendioxid-Verschmutzung bis zum Jahr 2030 um drei Milliarden Tonnen zu verringern. Das entspricht gut der Hälfte des jährlichen CO2-Ausstoßes des US-Energiesektors. Um die Blockade von Klimawandel-Skeptikern im US-Kongress zu umgehen, will Obama seine Pläne mit Verordnungen durchsetzen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Energystar

21.09.2013, 08:08 Uhr

Die USA lenken endlich in die richtige Richtung.

Die Zeiten in denen Energiekonzerne gratis die Umwelt zerstören dürfen, muss jetzt beendet werden. Das der Aufschrei groß ist, ist kaum verwunderlich. Doch auch hier wird einmal mehr die Trägheit der Energiekonzerne beim Ausbau von Alternativen und der Entwicklung technologischer Fortschritte, ans Tageslicht gespült. Dazu zählen auch Versäumnisse in die Entwicklung effizienter Speichertechnologien.

De facto brauchen wir Dreckschleudern a la Kohlekraftwerk nicht mehr. Weg mit dem Dreck! Die neue Schadstoffobergrenze ist für diese Dreckschleudern ist absolut richtig. Nur so werden Steinzeittechnologien endlich modernen Technologie weichen.

Unsere Umwelt bietet Gratisenergie im Überfluss. Man muss sie nur zu nutzen wissen. Dies ist die Aufgabe des 21. Jahrhunderts für die großen Energiekonzerne. Wer versagt, gehört in die Insolvenz!

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