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16.07.2013

15:35 Uhr

Obschon Besserung in Deutschland

OECD sagt Eurozone Rekordarbeitslosigkeit voraus

Auf dem Arbeitsmarkt hatte Deutschland schon schlechtere Zeiten. Die Zahlen geben Grund zur Freude. Doch europaweit sorgen neue Zahlen für Sorgenfalten. Vor allem die Jugendlichen werden zu einem schwerwiegenden Problem.

Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Alcala de Henares bei Madrid (Spanien). Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern hat einen neuen Rekord erreicht. dpa

Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Alcala de Henares bei Madrid (Spanien). Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern hat einen neuen Rekord erreicht.

ParisDie Arbeitslosigkeit in der Eurozone dürfte Ende 2014 auf einen Rekordwert steigen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt der Eurozone in ihrem am Dienstag in Paris vorgestellten Beschäftigungsausblick bis Ende kommenden Jahres eine Arbeitslosenquote von 12,3 Prozent voraus. Das wäre ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkt gegenüber Mai 2013.

Die Lage ist von Land zu Land aber höchst unterschiedlich: Während die Quote in Deutschland von 5,3 Prozent im Mai auf unter fünf Prozent sinken soll, dürfte sie in eineinhalb Jahren in Spanien und Griechenland fast 28 Prozent erreichen. In Frankreich wird sie laut OECD 11,2 Prozent und in Italien rund 12,5 Prozent betragen. Die USA werden demnach hingegen ähnlich wie Deutschland ihre Arbeitslosigkeit senken können, von 7,6 Prozent auf unter sieben Prozent.

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In Deutschland erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nach Angaben vom Dienstag in Paris eine leichte Verbesserung von 5,3 Prozent im Mai 2013 auf 4,7 Prozent. Ein großes Plus auf dem deutschen Arbeitsmarkt sieht OECD-Chef Gurría in der engen Verbindung von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften.

Gleichzeitig spricht der Bericht von den „inzwischen strengsten Bestimmungen für reguläre Beschäftigungsverhältnisse in der OECD“. Während der Finanzkrise könnten diese Regelungen für den Erhalt von Arbeitsplätzen gesorgt haben, nimmt die OECD an. „Allerdings besteht die Gefahr, dass sie die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands verringern.“

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

16.07.2013, 14:32 Uhr

"Vor allem die Jugendlichen werden zu einem schwerwiegenden Problem"
Nicht die Jugendlichen werden zu einem Problem, sondern die Gier der Wohlhabenden, PrivatEquity als ein Stichwort.

Und dann wird die drohende Freihandelszone mit den USA noch zu einer Verschlechterung führen.

Account gelöscht!

16.07.2013, 14:33 Uhr

HIER liegt das Problem:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/us-investmentbank-die-goldmaenner-verdoppeln-den-gewinn/8502810.html

Drangela

16.07.2013, 15:13 Uhr

Die Krise als Normalzustand, scheint so, als ob es das die Realität in der EU ist. Muss ich als Deutscher natürlich uneingeschränkt Bock drauf haben.

Es kommt mir so vor, als ob (ich irre mich wohl, schließlich werden die Märkte ja mit Geld geflutet) dem System Geld entzogen wird, was die Menschen nun nicht mehr für wirtschaftliche Aktivitäten nutzen können.

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