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06.10.2011

10:04 Uhr

Occupy Wall Street

Tausende „ausgeraubte“ US-Bürger gehen auf die Straße

Die Protestbewegung zieht mit Tausenden Demonstranten durch New York City - unterstützt von Gewerkschaften und demokratischen Politikern. Derweil haben sich in fast allen US-Großstädten ähnliche Gruppen formiert.

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Massive Wall-Street-Proteste

Video: Massive Wall-Street-Proteste

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New YorkTausende Demonstranten haben in New York gegen die Macht der Banken und die wachsende Ungleichheit in den USA protestiert. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot zog der Marsch am Mittwoch durch den Finanzdistrikt in Manhattan. In Sprechchören forderten die Demonstranten höhere Steuern für Konzerne und für Reiche und Reformen zugunsten ärmerer Schichten, der Bildung und der Umwelt. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie „Rettet unsere Republik“ und „Gleichheit, Demokratie, Revolution“. Die zumeist jungen Protestteilnehmer skandierten „Wir sind 99 Prozent“ und spielten damit auf das reichste Prozent der US-Bevölkerung an, von dem sie sich hintergangen fühlen. Nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen beteiligten sich bis zu 12.000 Menschen an der Demonstration, die Polizei sprach von 5000 Teilnehmern. Rund zwölf Personen wurden den Behörden zufolge festgenommen, weil sie Polizeisperren durchbrechen wollten.

Wall-Street-Demo lässt Handel kalt

Video: Wall-Street-Demo lässt Handel kalt

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An den Demonstrationen beteiligen sich inzwischen der große Gewerkschaftsverband AFL-CIO, die Automobilgewerkschaft UAW, die Transportarbeitergewerkschaft TWU und viele Einzelgewerkschaften. Auch lokale Gruppen wie Vereinigungen von Krankenschwestern, Lehrern und anderen Berufsgruppen sind dabei. Ihren Anfang nahm die „Occupy Wall Street“-Bewegung vor gerade einmal drei Wochen, als Aktivisten im Zuccotti-Park unweit der Wall Street ein Protestcamp aufschlugen. In den vergangenen Tagen erhielt sie immer mehr Zulauf. Bereits am ersten Oktoberwochenende hatten sich in Los Angeles, Boston, Chicago und anderen Städten kleine Ableger der Wall-Street-Kritiker formiert.

Occupy Wall Street: Wo geht‘s hier zur Revolution?

Occupy Wall Street

Wo geht‘s hier zur Revolution?

„Occupy Wall Street“ hat ganz USA erfasst und könnte zu einer politischen Größe wachsen.

Bereits Stunden vor der Demonstration versammelten sich am Mittwoch rund 2000 Menschen im New Yorker Zuccotti-Park zwischen Wall Street und World Trade Center. Am vergangenen Wochenende waren bei einem ähnlichen Protestmarsch auf der New Yorker Brooklyn Bridge mehr als 700 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Die Brücke musste wegen der Kundgebung am Samstagnachmittag für mehrere Stunden gesperrt werden. Die genauen Ziele der heterogenen Gruppe, die sich unter dem Motto „Occupy Wall Street“ („Besetzt die Wall Street“) gefunden hat, sind unklar.

Kommentare (13)

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Curtis_Newton

06.10.2011, 09:07 Uhr

Schöner Anfang, weiter so! Sollten die Bankster und leistungslos-betrügerischen Umverteiler nicht schleunigts zur Vernunft kommen, wird ihnen das Fell gegerbt. Ein einiges Volk ist das, was sie am meisten fürchten und gegend das ihr ganzer zusammenbetrogener materieller Reichtum, für den sie ihre Seele verkauft haben und nun geistig mittelos, verarmt und abgehalftert dastehen, nichts nützen wird.

Pro-FED

06.10.2011, 09:49 Uhr

»[...] Am meisten befürchtet der Bilderberg-Club einen organisierten Widerstand. Seine Mitglieder wollen nicht, dass die einfachen Leute dieser Welt dahinterkommen, welche Zukunft sie für die Welt planen, nämlich eine Weltregierung bzw. ein Weltunternehmen mit dem einzigen, weltweiten Marktplatz, der von einer Weltarmee beaufsichtigt und von einer Weltbank mit einer globalen Währung geregelt wird. [...]«
Mehr zu den Absichten der Bilderberger bei www.wearechange.ch, 2. Juni 2010

Account gelöscht!

06.10.2011, 09:54 Uhr

Also eine Weltwährung+Weltregierung wäre super, das wäre ein Garant für Frieden. Funktioniert aber leider nur zusammen...

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