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11.08.2014

23:18 Uhr

Öffnung des Ölsektors

Mexiko erlaubt wieder ausländische Investitionen

Die Öffnung des mexikanischen Energiesektors für Privatinvestoren ist besiegelt. Präsident Enrique Peña Nieto billigte das neue Regelwerk für die bisher stark regulierte Branche. Nietos Reform hat aber viele Kritiker.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat das staatliche Ölmonopol des Landes abgeschafft und hofft auf einen „historischen Wandel “. Reuters

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat das staatliche Ölmonopol des Landes abgeschafft und hofft auf einen historischen Wandel.

Mexiko-StadtMit der Unterzeichnung einer umstrittenen Energiereform hat der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto das seit 76 Jahren geltende staatliche Ölmonopol abgeschafft. "Dies bedeutet einen historischen Wandel, der das wirtschaftliche Wachstum und die Entwicklung Mexikos in den kommenden Jahren beschleunigen wird", sagte der Präsident bei der Unterzeichnung am Montag vor hunderten Gästen. Die am vergangenen Mittwoch vom Kongress verabschiedete Energiereform ist Peña Nietos ehrgeizigstes Projekt.

Kern der Reform ist es, das 1938 eingeführte Monopol des staatlichen Ölkonzerns Pemex abzuschaffen und den Ölsektor wieder für ausländische Investoren zu öffnen. Künftig können private Firmen aus dem In- und Ausland in Mexiko nach Öl- und Gasvorkommen bohren und sich am Handel mit Energie-Rohstoffen beteiligen. Die ersten Verträge könnten im kommenden Jahr unterzeichnet werden. Peña Nieto kündigte an, die Regierung werde am Mittwoch Details bekanntgeben, welche Ölfelder für Investitionen geöffnet werden.

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Das Projekt ist das Herzstück der Wirtschaftspolitik von Präsident Peña Nieto und soll der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas neue Dynamik geben. Doch während sich die Regierung Wachstum, Jobs und die Steigerung der Ölförderung verspricht, warnt die linke Opposition vor Gefahren durch eine Privatisierung von Pemex und kritisiert einen Ausverkauf des nationalen Reichtums. Ausländische Firmen könnten künftig "unbegrenzt und beinahe kostenlos" auf die Energiequellen zugreifen, warnte ein linker Senator.

Pemex ist nicht nur die größte Quelle für Steuereinnahmen und sorgt für mehr als ein Drittel des Staatshaushalts, sondern steht auch als Symbol für die nationale Souveränität. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern jedoch zunehmend wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Ölförderung ging von 3,4 Millionen Barrel am Tag auf 2,47 Millionen zurück. Für das zweite Quartal 2014 gab Pemex einen Verlust von vier Milliarden Dollar (drei Milliarden Euro) bekannt.

Von

afp

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