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30.12.2016

15:49 Uhr

Ökofahrzeuge

China kappt Subventionen

Die Beihilfen für Ökofahrzeuge sollen in China 2017 deutlich geringer ausfallen: Die Regierung will die Subventionen um 20 Prozent kürzen. Zuschüsse für umweltfreundliche Reisebusse will sie noch stärker senken.

Die Ökofahrzeuge sollen die Umwelt entlasten. Im vergangenen Jahr hat China mehr als vier Milliarden Euro für Subventionen ausgegeben. Reuters

China kämpft gegen die Luftverschmutzung

Die Ökofahrzeuge sollen die Umwelt entlasten. Im vergangenen Jahr hat China mehr als vier Milliarden Euro für Subventionen ausgegeben.

PekingChina tritt 2017 bei der Förderung von Öko-Fahrzeugen etwas auf die Bremse. Subventionen der Regierung in Peking für Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb sollen in einem ersten Schritt um 20 Prozent reduziert werden, wie das Finanzministerium zum Jahresende mitteilte.

Zuschüsse für Reisebusse mit umweltfreundlichen Motoren dieser Art werden künftig noch stärker zurückgefahren: Diese werden pro Fahrzeug nur noch mit maximal 300.000 Yuan – umgerechnet 41.100 Euro – subventioniert. Bislang waren Beihilfen in Höhe von bis zu 600.000 Yuan möglich. Zudem werden Zuschüsse unterer Verwaltungsebenen auf 50 Prozent der von der Zentralregierung gebotenen Summe gedeckelt.

Chinas Führung will die Hersteller allmählich von den Beihilfen entwöhnen. Zugleich reagiert sie mit der Kappung der Zuschüsse auf einen Subventionsbetrug von Herstellern von Autos und Bussen, die bei der Produktion oder bei den technischen Anforderungen für schadstoffarme Fahrzeuge geschummelt hatten. Mindestens 25 Firmen sollen daran beteiligt gewesen sein – darunter auch Nissan und Hyundai.

Wo der Kommunismus noch lebt

Kommunistische Regime der Gegenwart

Vor dem Fall der Sowjetunion gab es zahlreiche Länder mit kommunistischen Regierungen. 2016 verbleiben noch vier, oder - je nach Lesart des nordkoreanischen Regimes - fünf.

Quelle: dpa

China

Mit 1,3 Milliarden Menschen bevölkerungsreichstes Land der Welt. Es hat den Aufstieg zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt seiner Abkehr vom kommunistischen Wirtschaftsmodell zu verdanken. Seit den 1980er Jahren verfolgt China eine Politik der Reformen und der Öffnung. Die sozialistische Marktwirtschaft funktioniert nach kapitalistischen Methoden. Die kommunistische Ideologie wird gepflegt, dient aber nur dem Erhalt der Diktatur der Kommunistischen Partei.

Vietnam

Nachbarland Chinas, etwa so groß wie Deutschland ohne Hessen, mit mehr als 3000 Kilometern Küste am Südchinesischen Meer. Rund 94 Millionen Einwohner. Ho Chi Minh gründete die Kommunistische Partei in den 1930er Jahren im Kampf gegen die Kolonialmacht Frankreich. Nach der Niederlage Frankreichs besiegten die Kommunisten auch das US-gestützte Regime in Südvietnam. Seit 1975 regieren sie das vereinigte Land. Seit 1986 gibt es marktwirtschaftliche Reformen.

Kuba

Gut elf Millionen Einwohner, etwa so groß wie einst die DDR. Nach der Revolution von 1959 wandte es sich Anfang der 1960er Jahre zum Kommunismus und suchte bei der Sowjetunion Schutz vor dem kapitalistischen Nachbarn USA, der zuvor großen Einfluss auf der Insel hatte. Bis 2006 regierte Revolutionsführer Fidel Castro (89). Unter Fidels jüngerem Bruder Raúl (84) versucht Kuba seit einigen Jahren mit zaghaften markwirtschaftlichen Reformen, die marode Wirtschaft des Landes anzukurbeln.

Laos

Armes Nachbarland Vietnams ohne Küstenzugang, etwas kleiner als die Bundesrepublik ohne die neuen Bundesländer. Knapp sieben Millionen Einwohner. Laos war Teil des französischen Kolonialgebiets Indochina. Im Vietnamkrieg wurde es zum meist bombardierten Land der Welt. US-Bomber legten weite Teile in Schutt und Asche, weil vietnamesische Kommunisten sich im Grenzgebiet versteckten. Bis heute sind die Böden verseucht. Nach dem Ende des Vietnamkriegs marschierte Vietnam ein und installierte 1975 die kommunistische Regierung.

Nordkorea

Nachbarland Chinas, etwa ein Drittel so groß wie Deutschland, 24 Millionen Einwohner. Die UN werfen der Diktatur gröbste Menschenrechtsverletzungen vor. Nordkorea hat zwar 2009 alle Bezüge zum Kommunismus aus seiner Verfassung gestrichen. Aber die Arbeiterpartei wurde 1945 als Zweig der ehemaligen Kommunistischen Partei gegründet. An der Spitze von Staat, Partei und Armee steht der Machthaber Kim Jong Un; er „erbte“ die Machtposition von seinem Vater. Bereits sein Großvater Kim Il Sung war mit Hilfe Moskaus an die Spitze der Partei gelangt und wird als Staatsgründer verehrt.

China hat allein im vergangenen Jahr umgerechnet 4,3 Milliarden Euro an Subventionen für Öko-Fahrzeuge ausgegeben, um dem mit großer Luftverschmutzung kämpfenden Land Entlastung zu bringen – mit Erfolg: Die Verkäufe von E-Autos und Hybrid-Fahrzeugen vervierfachten sich 2015. Im laufenden Jahr legten sie um 60 Prozent zu.

Zu den führenden Anbietern im Reich der Mitte zählen BAIC und BYD. Auch BMW hat eine größere Zahl solcher Fahrzeuge in China auf den Markt gebracht.

Von

rtr

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