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24.06.2011

15:07 Uhr

Ökonomen warnen

Schuldenkrise droht USA in den Abgrund zu reißen

VonAstrid Dörner, Axel Schrinner, Norbert Häring, Rolf Benders

Der mit billigem Geld und Staatshilfen finanzierte Mini-Boom in den USA geht zu Ende. Ökonomen warnen: Es droht eine neue Rezession. Kehrt  die Finanzkrise zurück?

Die Schuldenkrise hat die USA stark mitgenommen. Quelle: Reuters

Die Schuldenkrise hat die USA stark mitgenommen.

New York, Frankfurt, DüsseldorfGlaubt man dem New Yorker Ökonomie-Professor Nouriel Roubini, stehen den USA und der Weltkonjunktur schon bald die nächsten großen Verwerfungen bevor. Roubini war einer der wenigen, die bereits den Kollaps 2007/08 wenigstens zum Teil richtig vorhergesagt hatten. Auch für Robert Reich, Berkeley-Professor und Ex-Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama, wird eine Rezession in den USA immer wahrscheinlicher. Und sein Kollege Robert Shiller aus Yale drückt es so aus: „Amerika steht auf der Kippe.“

Der hohe Ölpreis, die Unruhen in Griechenland, die Folgen des Erdbebens in Japan und nicht zuletzt die Schuldenkrise im eigenen Land haben der US-Wirtschaft stärker zugesetzt als von vielen erwartet. Der Immobilienmarkt ist zurück in der Krise, die Arbeitslosenquote steigt wieder, und die Angst vor einer Stagflation wächst. Zunächst sprachen Beobachter nur von einem „soft patch“, einer weichen Stelle, in der langsamen, aber stetigen Erholung aus der Krise. Doch die Probleme der größten Volkswirtschaft der Welt werden gravierender. „Das Risiko einer Rezession in nächster Zeit ist nicht zu übersehen. Ich denke, es gibt eine 40-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das passiert“, sagt Robert Reich dem Handelsblatt.

Hatten viele Ökonomen im Winter noch bis zu vier Prozent Wachstum erwartet, waren es zuletzt tatsächlich nur 1,8 Prozent. Der Ölpreisschock nach den Unruhen im Nahen Osten gilt als Hauptgrund. Er hat dazu geführt, dass die US-Bürger weniger Geld in den Konsum stecken. Schlecht für eine Wirtschaft, die zu 70 Prozent am privaten Verbrauch hängt.

Gestern reagierte die US-Regierung darauf mit der Freigabe von 30 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl aus der strategischen Reserve, um den Benzinpreis zu drücken. Doch Ökonomen rufen nach zusätzlichen Stimulus-Programmen in Höhe von bis zu 600 Milliarden Dollar.

Kommentare (4)

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24.06.2011, 19:00 Uhr

Man könnte auch sagen: "Die tatsächliche Wahrheit von Entenhausen" - es scheint irgendwie vorbei zu sein mit all den netten drolligen Wesen, von denen bis heute keiner weiß, womit sie ihren Lebensunterhalten bestreiten, abgesehen von einem gewissen Düsentrieb, der sich gelegentlich was ausdachte, was man verkaufen könnte...

Rapper, Football-, Pop-, Film- und Werbestars, Erben und Erbinnen, Banker, Werbetriebende, schneidige Militärs, die auch noch dem Auge etwas zu bieten haben müssen - das sind die Vorbilder Amerikas und für den Rest der dummen Welt neben ein paar Erfindern, wie Gates und andern Kommunikations- und socail network-Bastlern...
Inzwischen scheint es einen neuen Trend zu geben: Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren, die sich vor Handykameras prügeln. Vielleicht gibt es demnächst eine entsprechende Sportliga - warten wir es ab...

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24.06.2011, 22:51 Uhr

Die USA befinden sich seit mindestens schon 10 Jahren in einer Dauerrezession.....das was jetzt bald folgt ist der Totalzusammenbruch!

touspourun

25.06.2011, 23:41 Uhr

Dieses ganze Land wäre heute so gut wie nichts ohne das riesige Schneeballsystem basierend auf Schulden und getürkte Zahlen zu Inflation, Wachstum etc. Sogar die getürkten Zahlen kann diese Regierung nicht mehr wegdiskutieren, siehe Arbeitsmarkt: Totalschaden. Europäische Banken sind in Schwierigkeiten und werden Verluste auf Ihre Anleihen in Griechenland nehmen müssen. Wer wieder in noch größere Schwierigkeiten mit Kreditausfallversicherungen ist, sind die US Banken daher der Hilfeschrei der Wall Street Mafia Bosse Bernanke und Geithner. Osama Ben Bernanke, der Finanzterrorist Nummer 1. Obama ist eine Marionette der Wall Street genauso wie Bush es war

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