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31.03.2012

16:21 Uhr

Öl-Embargo

USA weiten Sanktionen gegen Iran stark aus

Die US-Regierung erhöht im Streit um das iranische Atomprogramm nochmals den Sanktionsdruck. Künftig sollen Unternehmen bestraft werden, die mit Irans Zentralbank kooperieren. Das soll Ölimporte weiter erschweren.

Ein iranischer Wachmann vor dem petrochemischen Komplex Mahshahr in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran. dpa

Ein iranischer Wachmann vor dem petrochemischen Komplex Mahshahr in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat grünes Licht für die bisher schärfsten Sanktionen gegen den Iran gegeben. Ziel ist es, die Importe von iranischem Öl weltweit so stark wie möglich zu kappen. Dazu sollen ausländische Banken und Firmen, die Geschäfte mit der iranischen Zentralbank betreiben, künftig bestraft werden, wie das Weiße Haus am Freitag mitteilte. Der Iran wickelt seinen Ölhandel über die Zentralbank ab.

Der Kongress hatte die Sanktionen bereits Ende vergangenen Jahres beschlossen, aber Obama bis Ende März Zeit gegeben, um die möglichen Auswirkungen auf das weltweite Ölangebot zu prüfen. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass die Versorgung der Weltmärkte mit Öl und Ölprodukten aus anderen Ländern außer dem Iran ausreichend sei, um die Strafmaßnahmen zu erlauben, hieß es dazu am Freitag in einer Mitteilung des Weißen Hauses.

Die Sanktionen sollen am 28. Juni wirksam werden und den Iran zwingen, sein Atomprogramm aufzugeben. Ausländische Institute, die sich nicht daran halten, müssen befürchten, vom US-Finanzsystem abgeschnitten zu werden.

Bereits im Januar hatte die Europäische Union ein Verbot von Ölimporten aus dem Iran beschlossen. Dieses Embargo soll vom 1. Juli an gelten. Mit Rücksicht auf diesen Schritt wurde die EU bereits vorab von den neuen US-Sanktionen ausgenommen.

Kommentare (6)

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rentukka

31.03.2012, 16:37 Uhr

Obama soll mal aufpassen, dass China nicht den Finanzboykott gegen die USA ausruft. Dann geht nämlich im weißen Haus das Licht aus und Staatsbesuche müssen mit der Pferdekutsche gemacht werden.

FranzBranntwein

31.03.2012, 17:25 Uhr

Langsam nimmt das Verhalten der VSA groteke Züge an. Denen sollte man mal kräftig vor's Schienbein treten! Man bekommt den Eindruck das dieses Regime mit allen Mitteln den WK III anzetteln will.

Account gelöscht!

31.03.2012, 17:40 Uhr

@ rentukka @ FranzBranntwein

Die USA setzen nur die Vereinbarungen die die Weltgemeinschaft getroffen hat um .
Europa hat ja ebenfalls beschlossen kein Öl von den Perser zu kaufen !
Die Iraner verfolgen eine harte, unnachgiebige Linie , die alternative dazu ist der Angriff auf Iranische Atomanlagen .
Leider kann man zuvor nicht im Iran anrufen und bescheid sagen das sie ihren Atomreaktor abschalten sollen weil gleich etwas reinkommt was man dort nicht sehen will .
Es ist durchaus
zu begrüßen das Diplomatie und Sanktionen das den Persern verdeutlichen , das gibt ihnen zeit und Grund einzulenken .
Wobei ich denke ,dass ein Angriff
das einzig wirksame mittel ist ,
den Iranischen Islamwahn unter Kontrolle zu bringen !

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