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19.02.2012

14:22 Uhr

Öl-Exporte

Iran stoppt Verkauf an Briten und Franzosen

Der Iran hat seine Öllieferungen nach Frankreich und Großbritannien gestoppt. Das teilte das Ölministerium in Teheran am Sonntag auf seiner Website mit.

Ein iranischer Wachmann vor dem petrochemischen Komplex Mahshahr in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran. dpa/picture alliance

Ein iranischer Wachmann vor dem petrochemischen Komplex Mahshahr in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran.

TeheranWie ein Sprecher des iranischen Ölministeriums erklärte, wird kein Öl mehr an britische und französische Unternehmen verkauft. „Wir werden unser Öl an neue Kunden verkaufen“, hieß es auf der Webseite des Ministeriums. Im Atomstreit mit dem Iran hatte die EU im Januar ein schrittweise bis zum 1. Juli in Kraft tretendes Ölembargo beschlossen. Der Iran hatte daraufhin erklärt, man werde dem Schritt mit einem eigenen Exportstopp zuvorkommen. Der Iran steht im Verdacht, Atomwaffen zu entwickeln.

Mit dem Embargo soll der Druck auf Teheran erhöht werden, sein umstrittenes Atomprogramm aufzugeben. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Der Iran weist dies zurück.

Um den Stopp der iranischen Ölexporte gab es in der vergangenen Tagen Verwirrung. Das iranische Staatsfernsehen berichtete am Mittwoch, verschiedenen EU-Botschaftern in Teheran sei die Einstellung der Lieferungen mitgeteilt worden - im Sender Al-Alam wurde dies später dementiert. Von den iranischen Ölexportstopps sollen mehrere europäische Staaten betroffen sein, darunter auch Griechenland, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien. Die Südeuropäer waren mengenmäßig zuletzt die größten Abnehmer iranischen Erdöls.

Iran ist der viertgrößte Ölexporteur weltweit. Das Land kann nicht nur die eigenen Lieferungen stoppen, sondern auch die Exporte aus dem Persischen Golf behindern. Die Meerenge Straße von Hormus grenzt an den Iran, der mit Raketen, Kanonen und Minen durchfahrende Tanker stoppen könnte.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Guenter

19.02.2012, 16:16 Uhr

Super, die USA liefert an Iran über Drittstaaten weiterhin Technologien und Waren (Cisco, Caterpiller) und auch Coca Cola hat noch ein grosses Werk im Iran und profitiert und Europa befolgt brav die Weisungen der USA. Indien und China freuen sich sicher über die zusätzliche Öllieferung und wir können uns über steigende Spritpreise freuen!! Danke an unser unabhängige und intelligente Regierung!!

so-ist-das

19.02.2012, 16:34 Uhr

es trifft die richtigen.

wir haben genug kohle, ob schwarz oder braun, die sollte man zu sprit verarbeiten. teurer käme uns der spritpreis, wie er derzeitig ist, auch nicht. zum anderen wären wir unabhängig, zumindest was den sprit anbelangt.

eksom

19.02.2012, 17:17 Uhr

Solange man nur noch "schwarzkrumme Gurken" und "gelbekleine Tomaten" in der Bundesregierung hat, kann man doch mit denen keine Weltpolitik mehr betreiben! Die können alle doch nur noch schön den Angelsachsen folgen und deren Befehle ausführen!

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