Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.03.2017

09:00 Uhr

Öl-Pipeline

Angriffe auf umstrittene Dakota Access Pipeline

Trotz einiger Angriffe auf die umstrittene US-Pipeline Dakota Access, soll das Öl noch diese Woche fließen. Die Ölleitung ist deshalb so umstritten, weil sie mitten durch ein Indianergebiet verläuft.

Die Indianerstämme argumentieren, dass die Ölleitung das saubere Wasser in der Region gefährdet und ihre Religionsausübung behindert. Reuters, Sascha Rheker

Proteste gegen Pipeline

Die Indianerstämme argumentieren, dass die Ölleitung das saubere Wasser in der Region gefährdet und ihre Religionsausübung behindert.

BismarckDie für den Bau der umstrittenen US-Ölleitung Dakota Access zuständige Firma hat beklagt, dass es jüngst „koordinierte physische Attacken“ auf die Pipeline gegeben habe. Die Angriffe stellten eine Bedrohung für Leben, Sicherheit und Umwelt dar, teilte der Konzern Energy Transfer Partners am Montag in Unterlagen an ein Gericht mit. Der Zeitplan werde aber trotzdem erfüllt, Öl solle noch in dieser Woche erstmals durch die Leitung fließen.

Eine Sprecherin des Unternehmens weigerte sich, die Angriffe genauer zu beschreiben. Ein Sprecher für das Büro des Sheriffs vom Bezirk Morton County antwortete zunächst nicht auf eine Anfrage; das Büro hatte die monatelang andauernden Konflikte zwischen Gegnern der Pipeline und Behördenmitarbeitern verzeichnet.

Keystone XL und Dakota Access: Trump will Bau von Ölpipelines vorantreiben

Keystone XL und Dakota Access

Trump will Bau von Ölpipelines vorantreiben

Donald Trump will den umstrittenen Bau von Ölpipelines im Mittleren Westen der USA anschieben. Es geht um die Projekte Keystone XL und Dakota Access. Trump hatte in eine der Betreiberfirmen investiert.

Die Sioux-Stämme Standing Rock und Cheyenne River gehen gegen das 3,8 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) teure Bauprojekt vor. Sie argumentieren, dass es das saubere Wasser in der Region gefährdet und ihre Religionsausübung behindert.

Der Konzern betont, die Leitung – die Öl mehr als 1600 Kilometer von North Dakota nach Illinois transportieren wird – sei sicher. Ein Berufungsgericht hatte am Samstag einen „Notantrag“ der Stämme, der den Fluss des Öls durch die Pipeline aussetzen sollte, abgelehnt. Es argumentierte, die Stämme hätten die „strengen Vorgaben“ für eine solche Anordnung nicht erfüllt.

Von

ap

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Holger Narrog

21.03.2017, 09:35 Uhr

Ich vermute, dass die Indianer in erster Linie Aushängeschilder für grüne Ökokonzerne darstellen. Ich würde mich auch nicht wundern wenn es Angebote der Ökokonzerne gegeben hat die Klagen gegen eine "nette Geste" einzustellen. Allerdings tun sich Ölgesellschaften aufgrund von Complianceregeln immer schwerer solche Konflikte zu beseitigen.

In Norddakota wird im Bakken täglich ca. 1 Mio bl. Erdöl mittels Fracking gefördert. Eine Pipeline ist wirtschaftlicher und auch umweltfreundlicher als LKW, und Bahntransport.

Somit ist die Pipeline ein Segen für die Menschheit und die Umwelt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×